Ausfallfreudig: Xbox-360-Mängel offiziell bestätigt

Microsoft sieht hohe Kosten auf sich zukommen

Schon zur Einführung von Microsofts zweiter Spielekonsole, der Xbox 360, gab es auffällig viele Berichte über defekte Geräte - auch in den letzten Wochen war das noch ein Thema. Nachdem selbst der Handel gegenüber Journalisten die Berichte durch eigene Schätzungen über die hohen Xbox-360-Ausfallraten stützte, hat Microsoft nun eingelenkt, die Probleme bestätigt, Besserung gelobt und verspricht den Kunden eine verlängerte Garantie.

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In der Vergangenheit wollte Microsoft nennenswerte Retouren nicht bestätigen, die Ausfallraten der Xbox 360 würden im Rahmen von vergleichbaren Geräten liegen. Dennoch rissen die Berichte seitens der Kundschaft über fehlerhafte und mitunter auch mal mehrfach ausgetauschte oder reparierte Xbox-360-Geräte nicht ab. Dabei berichtete ein britischer Kunde, dass laut Kundendienst defekte Konsolen quer durch Europa geschickt würden, weil die Reparaturkapazitäten sonst nicht ausreichen würden.

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Ein anderer Kunde - sicherlich eher ein seltener Extremfall - musste seine Xbox 360 zwölf Mal umtauschen. Reparierte Geräte kamen laut Nutzerberichten zum Teil mit neuen bzw. zusätzlichen Kühlkörpern daher. Mitunter bekamen Kunden auch einfach andere gebrauchte Reparaturgeräte zurück und nicht ihre eigenen oder Neugeräte. Einer Umfrage von Smarthouse zufolge musste der australische Handel etwa 30 Prozent der Geräte wegen Defekten zurücknehmen. Ein Bericht von Dailytech bestätigte ähnliches für die USA - hier geht man im Handel sogar von 33 Prozent defekter Geräte aus und EB Games sei gezwungen gewesen, seine Kundendienstbestimmungen deswegen zu verändern.

Microsoft hat nun in einer offiziellen Mitteilung die Probleme bestätigt, es gebe eine "unakzeptable Anzahl von Reparaturen bei Xbox-360-Konsolen". Die Konsole signalisiert Hardware-Defekte durch drei rot leuchtende LEDs um den Einschaltknopf, was in der Xbox-360-Gemeinschaft passend als "Ring of Death" (engl. für "Ring des Todes") bezeichnet wird. Bestehende und neue Kunden, deren Xbox 360 einen Ring of Death zeigt, sollen nun bis zu drei Jahren nach Kauf eine kostenlose Reparatur erhalten - unabhängig davon in welchem Land sie leben. Wer bereits für die Reparatur zahlen musste, soll sein Geld zurückerstattet bekommen. Eine generelle Garantieverlängerung gibt es aber nicht.

Glaubt man Microsoft, so wird es den Ring of Death in Zukunft weniger häufig geben, denn das Unternehmen verspricht, dass die Konsolenhardware bereits verbessert wurde. Es seien bereits einige Faktoren erkannt worden, die für generelle Hardware-Ausfälle verantwortlich sind. Die hohen Reparaturkosten werden aber Microsofts Bilanzen dennoch ordentlich verhageln: Das Unternehmen geht von geschätzten Kosten in Höhe von 1,05 bis 1,15 Milliarden US-Dollar aus.

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Robbie Bach, der Chef der auch für die Xbox 360 verantwortlichen Microsofts Entertainment and Devices Abteilung, zeigt sich zerknirscht. Zwar hätte die "Vielzahl der Xbox-360-Besitzer" viel Spaß mit ihren Konsolen, doch führte dieses Problem zu Frustrationen für "einige" Kunden, wofür man sich "ernsthaft entschuldige". Eine Entschuldigung gibt es auch in einem offenen Brief vom Xbox-Chef Peter Moore an die Kundschaft. Bach weiter: "Wir schätzen unsere Gemeinschaft sehr und sehen dies als Investition in die Kundenbasis. Wir freuen uns auf die großartigen Dinge, die noch kommen werden."

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Missingno. 09. Jul 2007

Wenn du meinst. Bedenke bei deiner 400 Euro Box aber auch, dass du vermutlich einen 2000...

Atlanx 08. Jul 2007

Ich hatte jahrelang ein Slot-In Laufwerk am PC und nie Nie NIE einen Kratzer deswegen...

afafdsgfahghfg 08. Jul 2007

so ein Unsinn, auf dem GameBoy ist kein OS drauf. Der Gameboy hat sogar nur ein sehr...

wärpung 08. Jul 2007

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