Apple patentiert Maus mit Multitouch-Oberfläche
Bei der ersten Vorstellung des iPhone stellte Steve Jobs vor allem die Bedienung über einen Touchscreen mit "Multitouch" heraus. Die Sensorfolie des Bildschirms erkennt mehrere gedrückte Stellen, kann erwünschte Eingaben von zufälligen Berührungen unterscheiden und auch Gesten erkennen. Das bekannteste Beispiel ist die Entriegelung der Eingabesperre durch das Verschieben eines Reglers auf dem Bildschirm, das in konstanter Geschwindigkeit erfolgen muss.
Nicht nur das Drücken einer virtuellen Taste, auch Fingergesten wie man sie vom iPhone kennt, soll die Kamera auswerten. So könnte man nach Apples Vorstellung auch komplexere Aktionen mit der Maus ausführen, ohne das Gerät selbst zu verschieben oder auf dem Bildschirm Schaltflächen anzusteuern. Auch viele Anwendungen, wie beispielsweise die Browser Firefox und Opera, lassen sich bereits über Mausgesten steuern. Dabei muss aber zum Teil der ganze Nager geschubst werden, die alleinige Bewegung der Finger könnte noch etwas schneller und einfacher sein.
Als Design-Vorschlag für eine Multitouch-Maus nennt Apple in der Patentschrift "Unibody-Mäuse", also Geräte, die keinerlei Kanten und Nähte mehr aufweisen. Die Zeichnungen ähneln Apples älteren transparenten Mäusen, die eine Taste im Boden eingelassen hatten, aber auch der Mighty Mouse . Da Apple seine Produkte meist nur sehr kurzfristig ankündigt, ist nicht bekannt, ob und wann eine Multitouch-Maus auf den Markt kommen könnte. Apple hat sich derzeit mehrere ungenutzte Patente für Eingabeverfahren gesichert, darunter auch eine Sensor-Bedienung für mobile Geräte auf deren Rückseite.