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Leonardo-ISDN-Hersteller ist pleite

Hermstedt im Insolvenzverfahren. Die Hermstedt AG befindet sich im Insolvenzverfahren und lässt sich offenbar nicht mehr retten. Geläufiger als der Name des Mannheimer Unternehmen sind seine Leonardo-Produkte, die vor allem zum professionellen ISDN-Datentransfer genutzt wurden.
/ Christian Klaß
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Laut Mitteilung vom Amtsgericht Mannheim wurde am 1. Juli 2007 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren über die Hermstedt AG eröffnet. Insolvenzgläubiger haben bis zum 6. August 2007 Zeit, ihre Ansprüche an "beweglichen Sachen oder an Rechten der Schuldnerin" zu melden. Die Gläubigerversammlung wurde für den 24. September 2007 einberufen.

Der zum Insolvenzverwalter ernannte Rechtsanwalt Karl-Heinrich Lorenz hat aber bereits Masseunzulässigkeit angezeigt. Gläubiger dürfen also nicht mehr viel erwarten.

Um das Unternehmen, das auch versuchte im Bereich der Appliance-Server (StingRay FTS) und Netzwerk-basierten Unterhaltungselektronik (Hifidelio) Fuß zu fassen, war es in den letzten Jahren recht ruhig geworden. Bekannt war Hermstedt vor allem im Bereich Grafik und DTP, wo sich die Leonardo-ISDN-Produkte als "Quasi-Standard" etablieren konnten.

Mit zunehmender Verbreitung des Internets schwand dann langsam der Bedarf an ISDN-Transfers und stieg die Zahl der Alternativen zum sicheren und schnellen Transfer von großen Daten.


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