NRW will gegen Lehrermobbing im Internet vorgehen

Schulministerin Sommer: Lehrer leiden unter ganz üblen Machenschaften

Das Land Nordrhein-Westfalen will gegen die Diskriminierung von Lehrern im Internet vorgehen und das Persönlichkeitsrecht verletzende Inhalte sperren lassen sowie gegebenenfalls Strafanträge gegen die Betreiber solcher Internetseiten stellen.

Artikel veröffentlicht am ,

NRW-Schulministerin Barbara Sommer und NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter wollen nicht hinnehmen, "dass Pädagogen anonym in oft beleidigender und herabwürdigender Weise bloßgestellt werden." Lehrerverbände würden beklagen, dass im Internet Fotos von Lehrkräften eingestellt werden, "mit denen dann sogar virtuelle Hinrichtungen simuliert und Fotomontagen von Pornofotos vorgenommen werden", so Schulministerin Barbara Sommer.

Stellenmarkt
  1. Application Supporter (*gn)
    VIER GmbH, Hannover, Karlsruhe, Berlin
  2. Data Science Engineer (Data & Analytics Lab) (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Sofern hinter diesen Aktionen Schüler steckten, müssten diese schnell und wirksam über die rechtlichen Grundlagen und die psychischen und sozialen Folgen ihres Tuns aufgeklärt werden. Im Falle von Rechtsverletzungen soll unnachgiebig dagegen vorgegangen werden.

Derzeit arbeitet das NRW-Schulministerin an einer Information zu rechtlichen Regelungen und Tipps für Betroffene. Schulministerin Sommer spricht von "ganz üblen Machenschaften, unter denen die Lehrer leiden". Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter betont, dass diskriminierende und beleidigende Darstellungen von Lehrkräften keinesfalls als Schülerscherze oder Kavaliersdelikte eingestuft werden dürften: "Wir haben es hier eindeutig mit Straftaten zu tun, die zu Recht mit empfindlichen Strafen geahndet werden können", erklärte die Ministerin.

Betroffene Pädagogen sollten sich laut Müller-Piepenkötter an die Staatsanwaltschaft oder die Polizei wenden und gegebenenfalls Strafantrag stellen. In Betracht kommen nach Angaben der Justizministerin Beleidigungsdelikte (§§ 185 ff. StGB), Körperverletzungsdelikte (§§ 223 ff. StGB) sowie die Tatbestände der Nachstellung (§ 238 StGB), Nötigung (§ 240 StGB) und Bedrohung (§ 241 StGB). Darüber hinaus müssten die Täter damit rechnen, auch zivilrechtlich wegen einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts der betroffenen Lehrkraft belangt zu werden, was teuer enden könne.

Lehrer der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen fanden einen anderen Weg, mit der Kritik auf der Seite Spickmich.de umzugehen, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Dort war die Schule nur mit einer Note von 3,8 bewertet. Nachdem die Lehrer unter verschiedenen Accounts mit eigenen Bewertungen eingriffen, verbesserte sich die Note auf 1,6. Damit sei die geringere Aussagekraft der Angaben entlarvt, kommentiert Lehrer Michael Rahte der HAZ.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Vadder 11. Jul 2007

Als Vater definiere ich die Aufgaben so: Erziehung ist hauptsächlich Familiensache. Die...

mac4ever 06. Jul 2007

Genau das meine ich: Dir ist sie egal, deinen Lesern aber nicht: die haben Vorteile von...

ER 06. Jul 2007

Ja, damals! Musste meine Mutter zum Rektor, weil ich ihm hab ausrichten lassen, er sei...

AlgorithMan 05. Jul 2007

das darf ja wohl nicht wahr sein, dass Lehrer neuerdings gut arbeiten müssen... damals...

LeerLehrerHohl 05. Jul 2007

Aber es war so schön böse. Ich bin gerade auf der Suche, damit ich es meinen Kindern...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Meng Wanzhou: Huawei-Finanzchefin geht Deal mit USA ein
    Meng Wanzhou
    Huawei-Finanzchefin geht Deal mit USA ein

    Nach mehrjährigem Rechtsstreit treten die Huawei-Managerin Meng Wanzhou und zwei in China inhaftierte Kanadier den lang ersehnten Heimweg an.

  2. Wochenrückblick: Unter und über der Oberfläche
    Wochenrückblick
    Unter und über der Oberfläche

    Golem.de-Wochenrückblick Neue Surface-Geräte und iOS-Updates: die Woche im Video.

  3. Automotive Cells Company: Daimler beteiligt sich an Airbus der Batterien
    Automotive Cells Company
    Daimler beteiligt sich an "Airbus der Batterien"

    Um Elektroautos mit Batterien zu versorgen, beteiligt sich neben Stellantis und Totalenergies auch Daimler an der Automotive Cells Company (ACC).

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /