FON und die WiFi Ads - Bald mehr Sicherheit

Freiminuten-Werbeaktion in Zukunft nur noch gegen Angabe der Handy-Nummer

Um mehr Leute für die internationale WLAN-Gemeinschaft FON zu gewinnen, startete der gleichnamige spanische Betreiber im Juni 2007 eine Freiminuten-Werbeaktion. Diese "WiFi Ads" auf den Startseiten der privat betriebenen FON-Hotspots gehen kritischen FON-Nutzern zufolge mit Sicherheitsproblemen einher. Das will FON zwar so nach mittlerweile erfolgter Analyse nicht bestätigen, verspricht aber dennoch zu handeln.

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Wer auf der Startseite eines FON-Hotspots eine beliebige E-Mail-Adresse hinterließ und seine MAC-Adresse änderte, konnte sich FON-Nutzern zufolge immer wieder aufs neue 15 Freiminuten für die anonyme Internetnutzung verschaffen. In Sorge um mögliche rechtliche Probleme und Trittbrettfahrer ohne FON-Account protestierten Mitglieder der Gemeinschaft, indem sie ihre angemeldeten Hotspots in der FON-Karte in einem See in der Nähe des FON-Hauptquartiers platzierten. Ein Kundendienstmitarbeiter versprach daraufhin, dass FON sich der Kritik annehmen werde.

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Im offiziellen Blog des Unternehmens heißt es nun, dass die FON-WiFi-Ads eingeführt wurden, um FON leichter erfahrbar zu machen und dass dies bisher sehr gut funktioniert habe. "Wir haben Systeme, die Unregelmäßigkeiten überprüfen, haben allerdings bisher keine Regelverstöße oder Missbrauch der 'WiFi Ads' feststellen können", so FON.

Stattdessen hätten sich 10 Prozent der Gäste, die nach einer Werbebotschaft 15 Minuten gratis im Netz waren, anschließend einen Tagespass gekauft und FON genutzt. Viele von ihnen seien zudem mehr als einmal Gast gewesen und würden die FON:Community weiter vergrößern. Dass es aber dennoch Probleme geben mag und nicht alles positiv an den WiFi Ads ist, will FON dann aber doch nicht aus der Welt reden.

"Sicherheit ist ein immens wichtiges Thema für FON - natürlich wollen wir einen Service anbieten, der möglichst sicher ist, gleichzeitig soll er aber auch für die Foneros leicht zu nutzen sein. Wir haben die Kommentare der deutschen Foneros vernommen und arbeiten derzeit daran, die Identitätsprüfung der Nutzer auszuweiten. So werden wir in den nächsten Wochen zwei verschiedene Erweiterungen in Deutschland anbieten. Zum einen einen "Premium SMS - Service", der auch in Spanien bereits sehr gut funktioniert, und zum anderen eine zusätzliche Authentifizierung der Nutzer über SMS."

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FON-Nutzer, die durch die Meldungen zu potenziellen Sicherheitsproblemen verunsichert sind, versucht FON zu beschwichtigen: "Derzeit ist die Rechtslage in Deutschland und Europa in diesem Bereich alles andere als klar. So gibt es, außer einem viel diskutierten Urteil in Hamburg, in Deutschland kein Gesetz, welches vorschreibt, ob und wie ein WiFi geschützt werden soll."

Dennoch erfülle ein FON-Router "beinahe wörtlich die Anforderungen des Hamburger Urteils, denn er schützt mit einem Passwort vor unberechtigtem Zugriff." Das private WiFi-Signal von FON ist über WPA geschützt; das öffentliche ist ebenfalls geschützt - zu Letzterem bekommt man Zugang nur mit einem von FON zentral administrierten Passwort. Allerdings unterwanderten das die WiFi Ads den Kritikern zufolge.

Dennoch könne ein Nutzer laut FON-Blog jederzeit einfach demonstrieren, ob und wann es Gastverbindungen auf dem Router gegeben hat - "ein kurzer Blick in die Userzone genügt."

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