Spieletest: Great Battles of Rome - Öde PC-Strategie
Spiel mit The-History-Channel-Lizenz langweilt und enttäuscht. Wenn das Wörtchen "Rome" im Namen steht, bekommen viele PC-Strategen glänzende Augen – der Total-War-Reihe sei dank. The History Channel: Great Battles of Rome hat mit dem erfolgreichen Vorbild allerdings nichts gemein, weder mit den Entwicklern noch der Spielqualität.
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Der Spartenkanal The History Channel wollte offensichtlich auch endlich mal das Games-Genre als zusätzlichen Promotionkanal nutzen; folgerichtig gibt es in diesem Spiel mit offizieller Lizenz dann auch mehr als 30 Videos des TV-Kanals über das antike Rom, seinen Aufstieg und seine größten Feinde zu sehen. Eben diese Clips sind dann aber auch schon das Bemerkenswerte an dem Titel – sobald von den Zwischensequenzen aufs virtuelle Schlachtfeld geschaltet wird, dürfte angehenden Feldherren die Lust auf eine militärische Karriere vergehen.
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Ein kurzes Tutorial führt ins Spiel ein, viel zu erklären gibt es allerdings nicht: Great Battles of Rome bemüht sich um leichte Zugänglichkeit, erkauft die aber mit einem eng begrenzten Aktionsradius: Truppen müssen platziert und dann mit simplen Befehlen wie "angreifen" oder "warten" dirigiert werden; meist reicht es aber, ohne große Überlegung den Feind zu überrennen.
Nach erfolgreicher Schlacht dürfen Einheiten aufgewertet und das Heer ausgebaut werden, Spaß macht aber auch das nur begrenzt – zu den limitierten Gameplay-Optionen gesellt sich nämlich auch noch eine Präsentation, die jegliches zeitgemäßes Detail vermissen lässt und mit dem Wort "antiquiert" noch gut bedient ist. Auch zum Preis von 30 Euro darf heutzutage deutlich mehr erwartet werden.
Great Battles of Rome ist bereits im Handel erhältlich und neben der hier getesteten PC-Version auch für PlayStation 2 und PSP verfügbar.
Fazit: Der große Name und die History-Channel-Lizenz lassen zunächst einiges an Umfang und historischer Akribie vermuten, das eigentliche Spiel ist allerdings eine komplette Enttäuschung – spielerisch nach wenigen Minuten ausgereizt, technisch komplett überholt. Auch für Gelegenheitsspieler mit Geschichtsinteresse gibt es unzählige deutlich empfehlenswertere Titel auf dem Markt.