Überwachung aus dem Kleiderschrank
Professor Bruce Thomas, Chef des Wearable Computer Laboratory an der südaustralischen Universität, und seine beiden Studenten Aaron Toney und Wynand Marais beschreiben das System folgendermaßen: Der Kleiderschrank ist außen mit einem Touchscreen bestückt, über den sich ein angeschlossener PC bedienen lässt. Der Rechner wiederum, der auf dem Schrankboden steht, ist über ein leitendes Metallband, das durch die Kleiderstange im Innern läuft, mit den einzelnen Bügeln im Schrank verbunden. Jeder Bügel verfügt über eine eigene ID, die angibt, ob ein Kleidungsstück dranhängt und ob die Daten hiervon heruntergeladen werden sollen.
Die E-Kleidung liefert Daten über anormales Verhalten, beispielsweise wenn der Patient zu essen vergisst, hinfällt oder sich nicht mehr bewegt. Die Technik ist in der Lage, Standard-Verhaltensmuster von abnormalem Verhalten zu unterscheiden und entsprechend die Familie oder einen Pflegedienst zu alarmieren, so Professor Thomas.
Doch auch nichtmedizinische Anwendungen sind denkbar: So ließe sich ein Modeberater integrieren, der rät, welche Kleiderfarben man kombinieren sollte, welche Accessoires zum Outfit passen oder welche Kleidung zu speziellen Anlässen angesagt wäre. Außerdem ließen sich Nachrichten, die To-do-Liste des Tages oder Musik ins T-Shirt laden.


