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USA: Monopol der Kabel-Anbieter auf Set-Top-Boxen fällt

FCC macht Weg für Technologiewandel frei

Seit dem 1. Juli 2007 müssen die Betreiber von Kabelnetzen in den USA ihren Abonnenten die freie Wahl des Empfangsgerätes lassen. In der US-Wirtschaft wird dadurch ein Umschwung bei der Entwicklung von Heim-Elektronik erwartet.

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Rund 65 Millionen US-Bürger sehen über einen Kabelanschluss fern, der in der Regel von lokalen Anbietern gestellt wird. Diese Kabelnetzbetreiber schalteten die Anschlüsse bisher in der Regel nur, wenn der Kunde auch eine vom Betreiber gestellte Set-Top-Box akzeptierte. Damit wurden Funktionen wie die Aufnahme des Programms oder Timeshifting immer an die Dienste des Anbieters gekoppelt. Ähnlich dem europäischen Handy-Markt entstand so eine subventionierte Hardware-Industrie. Gleichzeitig konnten die Netzbetreiber auch Funktionen wie Video-on-Demand und Pay-per-View exklusiv an ihre Empfänger koppeln.

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Einer Regelung der "Federal Communications Commission" (FCC) zufolge müssen die Kabelnetzbetreiber nun aber ihre Sonderdienste auch für andere Hardware-Anbieter öffnen. Zudem müssen sie einem Kunden auch einen Kabelanschluss freischalten, ohne dass dieser eine Set-Top-Box des Unternehmens abnimmt.

Der Fernsehmarkt und auch die Entwicklung der Empfangsgeräte könnte sich dadurch massiv weiterentwickeln, meinen Branchenbeobachter in den USA. So feiert der mehrfach ausgezeichnete Kolumnist der BusinessWeek, Stephen Wildstrom: "Vergessen sie den 4. Juli. Der 1. Juli ist der echte Independence Day." Laut Wildstroms Meinung sollen sich durch die Entkopplung der Kabel-Dienste von den proprietären Empfängern vor allem Media-Center-Geräte deutlich weiterentwickeln. Zwar gibt es vom gemeinschaftlichen Entwicklungsgremium der Netzbetreiber "CableLabs" in den USA bereits Einschubmodule namens "CableCARD", mit denen PCs Sonderfunktionen des Kabelfernsehens beigebracht werden können. Die Entwicklung dieser Module wurde bisher jedoch sehr stiefmütterlich behandelt, um die Set-Top-Boxen zu schützen.

Daher sind viele für den US- und den internationalen Markt entwickelte Media-Center-Lösungen noch komplett auf den analogen Signalweg von einer Set-Top-Box zu beispielsweise einem digitalen Videorekorder ausgelegt. Mit der Öffnung der Sonderdienste könnte sich das ändern.



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