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Umstrittener Musikdienst: AllofMP3.com ist nicht mehr

... aber die Schwester Mp3Sparks.com existiert noch. Laut Medienberichten wurde der umstrittene russische Musikdienst AllofMP3.com abgeschaltet, nachdem er durch die US-Musikindustrie im Zusammenhang mit Russlands Ende 2006 erfolgtem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO zum Politikum gemacht wurde. Die Betreiber machen allerdings mit dem Schwesterdienst MP3Sparks.com weiter.
/ Christian Klaß
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Die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab drängte Russland Ende 2006 mit einem Abkommen darauf, die Gesetze zu ändern, um das Urheberrecht besser schützen und um den international wegen seiner günstigen Musikpreise bekannten Dienst sowie ähnliche Angebote einstellen lassen zu können. Die russische Regierung willigte ein, bis zum 1. Juni 2007 ein Gesetz zu erlassen, das es verbietet, urheberrechtlich geschützte Werke zu vertreiben, ohne dass die Inhaber der Rechte zugestimmt hätten.

Die Urheberrechtsverletzungen wirft die Musikindustrie AllofMP3.com seit Jahren vor. Das hinter AllofMP3.com stehende Unternehmen MediaServices hatte sich stets darauf berufen, nach russischem Recht legal zu handeln und auch einen Teil seiner Einnahmen an die russische Verwertungsgesellschaft "ROMS" abzuführen. Die westlichen Plattenfirmen erkannten das aber nie an.

Seit kurzem ist AllofMP3.com nun nicht mehr zu erreichen, auch unter der neuen Website AllofMP3.ru steht nur etwas von Wartungsarbeiten. Gegenüber der britischen "Times(öffnet im neuen Fenster)" bestätigte ein ehemaliger Angestellter, dass die Website auf behördlichen Druck eingestellt wurde. Insgesamt zählte der im Jahr 2000 gestartete Dienst AllofMP3.com rund 5,5 Millionen registrierte Nutzer, so einer der Gründer im Interview mit p2pnet.net(öffnet im neuen Fenster).

Während AllofMP3.com nun Geschichte zu sein scheint, betreibt MediaServices seit kurzem noch eine weitere Website namens Mp3Sparks.com(öffnet im neuen Fenster) – auf Grund eines anderen Lizenzmodells soll das Angebot nach russischem Recht legal sein. Ob die Musikindustrie sich der Einschätzung anschließt, ist wohl zu bezweifeln.


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