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Asus will 2008 OEM-Waren ausgliedern, eigene Marke stärken

Neue Unternehmen "Pegatron" und "Unihan" vor Gründung. Zu Beginn des Jahres 2008 will die taiwanische Asustek Computer Inc., hier zu Lande besser unter ihrer Marke "Asus" bekannt, einen Kernbereich ihres bisherigen Geschäftsmodells auslagern. Zwei neue Unternehmen sollen PCs und Komponenten für Auftraggeber herstellen, während sich die Asustek selbst auf Produkte unter eigenem Namen konzentriert.
/ Nico Ernst
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Dies sagte Asustek(öffnet im neuen Fenster) in Taiwan gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor gab es schon monatelange Spekulationen in der Hardware-Branche, ob Asustek dem Schritt folgen würde, den schon andere Hersteller wie Acer vollzogen hatten. Wie andere taiwanische Hardware-Hersteller war auch die Asustek damit groß geworden, für namhafte PC-Hersteller als "OEM" (Original Equipment Manufacturer) Geräte herzustellen, welche die westlichen Unternehmen dann unter eigenem Namen anboten.

Asustek war damit sehr erfolgreich und stellte unter anderem auch Notebooks für Apple und Sony her. Getrieben vom anhaltenden Notebook-Boom konnte Asustek auch die eigene Marke, die bei Komponenten wie Mainbords und Grafikkarten schon recht stark war, im Geschäft mit Endkunden weiter etablieren. Nach und nach kamen weitere Gerätekategorien hinzu, zuletzt erzielte Asustek beispielsweise mit seinen Smartphones und Navigationsgeräten Achtungserfolge.

Um die eigene Marke weiter zu entwickeln, will sich Asustek Reuters zufolge zum Beginn des Jahres 2008 von seinem OEM-Geschäft trennen. Das neue Unternehmen "Pegatron" soll weiterhin PCs, Notebooks und Komponenten herstellen, während die Firma "Unihan" Gehäuse und andere Waren fertigen soll, die nicht unmittelbar mit Computerhardware zu tun haben. Asus will dabei seine ohnehin schon zu großen Teilen auf das chinesische Festland verlagerten Fertigungsanlagen besser nutzen.

Bereits seit einigen Jahren versucht Asustek, sein konstantes Wachstum zu nutzen. So hatte man 2002 mit "ASRock" eine Lowcost-Marke für zunächst Mainboards, später auch Grafikkarten ins Leben gerufen. Im Herbst 2006 ging man ein Joint Venture mit Gigabyte ein , das aber bereits im März 2007 wieder aufgelöst wurde .


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