Microsofts PDF-Rivale als ECMA-Standard angemeldet
XPS ( XML Paper Specification(öffnet im neuen Fenster) ) wurde von Microsoft entwickelt, um eine Konkurrenz zum bereits etablierten PDF-Format von Adobe zu errichten. Bislang war dies aber von wenig Erfolg gekrönt, denn XPS-Dateien liest und schreibt derzeit nur Microsofts aktuelles Office-Paket. Andere Produkte verstehen das Format nicht.
Andrew Updegrove, seines Zeichens Jurist, meint dazu in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) , dass die ECMA das XPS-Format in keinem Fall als Standard anerkennen dürfe. Denn falls XPS als Standard verabschiedet werde, "könnten wir gleich das Ende offener Standards ausrufen" .
Im Sommer 2006 gab es einen öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Adobe und Microsoft, weil der PDF-Erfinder nicht wollte , dass das PDF-Format in der jetzt aktuellen Office-Suite aus Redmond unterstützt wird. Adobe meinte, dies könne den Absatz der Acrobat-Software nachhaltig beeinträchtigen. Microsoft reagiert darauf, indem kein PDF-Export mehr in Office 2007 integriert wurde. Diese Funktion steht daher nur als Plug-In zur Verfügung, ist aber nicht Leistungsumfang des aktuellen Office-Pakets.
Das ebenfalls von Microsoft entwickelte Office-Format Open XML wurde Ende 2006 als ECMA-Standard anerkannt . Nun wartet Microsoft darauf, dass Open XML neben dem OpenDocument Format (ODF) als ISO-Standard anerkannt wird. Besonders Standardisierungsexperten können keine Notwendigkeit erkennen, warum die ISO einen zweiten Standard für Office-Dokumente anerkennen sollte. Zumal Open XML wohl vor allem dazu diene, die Interessen Microsofts umzusetzen.



