Abo
  • Services:

Die GPLv3 ist fertig

Beim Thema Softwarepatente legt die GPLv3 fest, dass, wer Softwarepatente auf seine GPL-Software hält, nicht gegen Lizenznehmer (sprich die Anwender) vorgehen darf. Die Patentbestimmungen sind vor allem auch im Hinblick auf den Microsoft-Novell-Deal interessant. Die FSF hatte nach Bekanntwerden der Zusammenarbeit zwischen den Software-Anbietern daran gearbeitet, ähnliche Abkommen in Zukunft zu verhindern. Nun wird allen Firmen, die nach dem 28. März 2007 solche Abkommen schließen, die Verbreitung von unter der GPLv3 lizenzierter Software untersagt. Der Novell-Deal wird so abgesegnet, da der hierin beinhaltete Schutz vor Patentklagen laut FSF gegen Microsoft zu Gunsten der gesamten Open-Source-Gemeinschaft ausgelegt werden kann.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München, Meckenheim, Hilden
  2. Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg

Geändert wurde auch der Abschnitt über Folgen von Rechtsverletzungen. Während laut GPLv2 ein Nutzer alle Rechte verliert, sobald er gegen seine Pflichten verstößt, kann der Rechteinhaber diese nun ggf. kündigen - sie verfallen also nicht mehr automatisch. Wird der erste Verstoß aber innerhalb von 30 Tagen behoben, so wird die Lizenz erneuert. Bei der Verbreitung der Quelltexte einer Software hat sich nicht viel geändert: Weiterhin muss der Code Nutzern zugänglich gemacht werden, was auf verschiedene Weise geschehen darf. Neu ist die Erlaubnis zur Verteilung über Peer-to-Peer-Systeme.

Mit dem vierten Entwurf der Lizenz konnte die FSF bereits die Kompatibilität zur Apache-Lizenz 2.0 erreichen, die Kompatibilität zu anderen GNU-Lizenzen wird in einer Matrix dargestellt. In einem Essay erläutert Richard Stallman zudem, weshalb Entwickler seiner Meinung nach zur GPLv3 wechseln sollen, sieht aber auch kein Problem darin, wenn GPLv2 und v3 nebeneinander bestehen.

Die Reaktionen auf die Entwürfe waren teilweise heftig. Gerade Linus Torvalds stach heraus, der verweigerte, den Linux-Kernel unter die GPLv3 zu stellen, dies mittlerweile aber doch für möglich hält. Andere Open-Source-Veröffentlichungen der letzten Monate wurden explizit unter der GPLv2 freigegeben, wie etwa Java, da die dahinterstehenden Firmen erst abwarten wollten, wie die Lizenz tatsächlich ausehen wird. Wie die Lizenz nun also aufgenommen wird, bleibt abzuwarten.

Gleichzeitig mit der GPLv3 ist auch die Lesser General Public License (LGPL) v3 erschienen. Diese basiert auf der GPLv3, räumt über deren Ziffer 7 aber zusätzliche Rechte ein. LGPL-Software lässt sich in proprietären Programmen verwenden. Insgesamt besteht die LGPL nur aus sieben Abschnitten und soll damit nur eine knappe und klar versändliche Zusatzregelung sein.

Die wichtigsten Änderungen der GPLv3 und der LGPLv3 erläuterte FSF-Justiziar Eben Moglen auch im Videointerview mit Golem.de.

 Die GPLv3 ist fertig
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 46,99€ (Release 19.10.)
  2. 44,98€ + USK-18-Versand
  3. 31,99€
  4. 32,99€

Mensch 02. Jul 2007

Ehrlich gesagt hab ich noch genug Würde und Anstand um eine Tätigkeit als Anwalt auch...

nargh 01. Jul 2007

Was am ethischen Konzept 'Deine Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit eines anderen...

Cespenar 30. Jun 2007

eine recht gute Zusammenfassung dazu findet sich hier https://www.golem.de/0706/53199.html ;)

Bringer Of Info 30. Jun 2007

http://de.sevenload.com/videos/SyMWUPh/Kinder-fragen-Politiker-nach-dem-internet


Folgen Sie uns
       


Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on

Amazons neue Version des Kindle Paperwhite steckt in einem wasserdichten Gehäuse. Außerdem unterstützt der E-Book-Reader Audible-Hörbücher und hat mehr Speicher bekommen. Das neue Modell ist zum Preis von 120 Euro zu haben.

Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

    •  /