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Haarschnitt-Simulation: 300 Frisuren zum Anprobieren

Schatten für einzelne Haarsträhnen soll realistisches Ergebnis liefern. Informatiker der Universität des Saarlandes haben mittels Bildvergleich ein Frisurenberatungsprogramm entwickelt, das verschiedene Haarschnitte passgerecht auf jede Gesichtsform rechnet. Das Programm soll einfacher zu bedienen sein, die Darstellung nicht so künstlich wirken wie bisher am Markt verfügbare Angebote.
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Bislang musste der Friseur erst verschiedene Punkte wie Augen, Ohren, Kinn und Stirn markieren, um eine Wunschfrisur passend zum eigenen Konterfei errechnen zu lassen. In der Praxis erwiesen sich nach Angaben des Informatikstudenten Oliver Demetz diese Modelle oft aufgesetzt, die Proportionen sollen fehlerhaft dargestellt worden sein.

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Demetz versucht, eine höhere Abbildungsgenauigkeit zu erlangen und nutzt dabei die Methode von Variationsansätzen zur Lösung von Korrespondenzproblemen: Dieses mathematische Verfahren sucht nach Übereinstimmungen zwischen dem Kundengesicht und einem immer gleichen Modellgesicht. Die Frisuren, die alle passend zu einem Modellgesicht vorliegen, werden mit Hilfe der gefundenen Übereinstimmungen dem Kundengesicht optimal angepasst. Die Rechenkapazität ist dabei nicht unerheblich: Für jedes Gesicht müssen mehrere Tausend Gleichungen mit ebenso vielen Unbekannten gelöst werden.

Eine realistischere Wirkung will Demetz mit Schatten erzielen. Im Visier hat er dabei einzelne Haarsträhnen an Stirn und Ohren, die ins Gesicht hineinragen und somit Schatten werfen. Dazu hat er eine Datenbank mit derzeit 300 aktuellen Modefrisuren zusammengestellt, bei denen die Schatten der einzelnen Strähnen rechnerisch hinterlegt sind. Bei älteren Programmen werden diese Feinheiten oft weggelassen. Wie auch schon in früheren Simulationsprogrammen lässt sich die Frisur je nach Wunsch einfärben.

Das Programm ist im Rahmen einer Diplomarbeit am Saarbrücker Lehrstuhl für mathematische Bildverarbeitung von Prof. Dr. Joachim Weickert entstanden.


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