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Studie: Killerspielverbot weder notwendig noch sinnvoll

Kritisch äußern sich die Autoren der Studie aber auch über Prof. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, ohne diesen beim Namen zu nennen: "In den Kontext der Akzeptanz gehört auch, dass gut gemeinte alarmistische Kommunikation über den Jugendmedienschutz kontraproduktiv sein kann; daher erscheint es oft vorzugswürdig, mit Kritik am Jugendschutzsystem zunächst den Expertendiskurs und erst dann die breite Öffentlichkeit zu suchen."

Viele Fragen lässt der Report noch offen - etwa die der mangelnden Wirkung von Vertriebsbeschränkungen, die sich durch den zunehmenden Onlinevertrieb der Spiele selbst oder von Mods, Demo-Versionen oder Trailern ergeben. Diese sollen Teil der Hauptevaluation sein, der aktuelle Bericht wurde schließlich angesichts der aufgeheizten Diskussion vorgezogen.

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In der SPD sieht man die eigene Position durch den Bericht bestätigt: "Die Evaluation spricht eine klare Sprache: Im Hinblick auf Computerspiele haben wir in Deutschland einen vorbildlichen und wirksamen Jugendmedienschutz, wenngleich es Defizite im Vollzug des Jugendmedienschutzes gibt", kommentieren die Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn (Sprecherin der Arbeitsgruppe für Kultur und Medien) und der medienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jörg Tauss.

Die Evaluation mache klar, dass zusätzliche Verschärfungen und gesetzliche Verbote, beispielsweise durch eine Erweiterung des §131 StGB zur Gewaltverherrlichung, nicht nur unnötig sind, sondern auch wirkungslos wären. "Populistische Verbotsforderungen sind damit als Placebos enttarnt. Nicht Gesetzeslücken verhindern die Strafverfolgung, sondern die mangelnde Anwendung der gesetzlichen Möglichkeiten. Jedem Bundesland bleibt es nun selbst überlassen, eine härtere Verfolgung durch seine Behörden anzuordnen."

Es gehe nun darum, die sinnvollen und angemessenen Vorschläge der Gutachter zu diskutieren und umzusetzen. Abgesehen von einigen wenigen schwarzen Schafen seien Computerspiele ein spannender und immer wichtiger werdender Bestandteil unserer Kultur, heißt es in der Mitteilung aus der SPD-Bundestagsfraktion. "Wir hoffen, dass das Gutachten die negative Diskussion der letzten Monate, mit der beinahe alle Computerspiele und deren Nutzer diskreditiert wurden, wieder versachlichen kann. Wir dürfen nicht zulassen, dass mit negativen Vorurteilen eine lebendige Kulturszene und eine innovative Branche, die gerade in Deutschland zuallererst für unschädliche und kreative Spiele steht, in Verruf geraten."

Der gesamte 171 Seiten starke Bericht steht unter hans-bredow-institut.de zum Download bereit.

 Studie: Killerspielverbot weder notwendig noch sinnvoll

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Schakal 14. Mär 2009

22.11.1963 John Fitzgerald Kennedy wurde erschossen weil er sich in Deutschland zu Brot...

gast2055892 03. Aug 2007

Zwar hat das auch Frontal21 die Redaktion für ihre Hasstiraden verwendet, jedoch sollte...

das bin ich 29. Jun 2007

anscheinend findest du die Passagen selber nicht. Tja, große klappe nix dahinter

Role 29. Jun 2007

Aha, alle Eltern sind verantwortungslos... woran erinnert mich das? Ah, ich habs: Alle...

RainingAcid 29. Jun 2007

Einen Witz erklären. Wie eigenartig Trollig. :-( Dabei hat das Zitat wirklich was, doch...


stohl.de / 28. Jun 2007



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