Vermarktung des iPhone: Kundenfeindliche Verkaufsstrategie
In den USA wird es Apples Mobiltelefon ausschließlich über die Filialen von AT&T sowie direkt bei Apple geben. Dieses "Ein-Anbieter-Konzept" will Apple auch in Europa umsetzen. Für dieses Ansinnen gibt es nun scharfe Kritik vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). Patrick von Braunmühl vom vzbv sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass ein solches Vorgehen "für die Kunden sehr ärgerlich" ist. Der vzbv meint, dass überlegt werden müsse, ob ein solches Vorgehen wettbewerbsrechtlich untersucht werden könne. Der vzbz sieht Apples Konzept als kundenfeindliche Verkaufsstrategie.
Marktforscher erwarten ohnehin, dass die Ein-Anbieter-Taktik von Apple in Europa scheitern wird. Denn der europäische Mobilfunkmarkt weist eine ganze andere Struktur auf als dies in den USA der Fall ist. So würde eine Bindung an nur einen Netzbetreiber dazu führen, dass das iPhone in manchen Ländern gar nicht verfügbar ist, weil der betreffende Netzbetreiber dort nicht aktiv ist.
Noch laufen wohl die Verhandlungen zwischen Apple und den europäischen Mobilfunknetzbetreibern. Diese zeigten sich bereits verwundert und vor allem verärgert darüber, wie "unglaublich arrogant" sich Apple in den Verhandlungen verhalten habe. Apple würde demnach Forderungen an die Netzbetreiber stellen, die von denen nicht erfüllt werden könnten. Schließlich meinten die Netzbetreiber, auf derartige Forderungen auch nicht eingehen zu wollen, ganz gleich, wie gefragt ein Produkt sei. Um welche Forderungen es hier im Detail geht, ist nicht bekannt.
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