Mögliches Aus für den Handy-TV-Standard DMB
Den Handyherstellern würde ein einheitlicher Standard sehr entgegenkommen, behaupten Lobbyisten. Außerdem ist europaweit betrachtet DVB-H stärker am Markt etabliert als andere Systeme wie DMB, das vor allem in Deutschland und Korea genutzt wird oder MediaFlo, das in den USA als Standard gilt.
So ist in Italien DVB-H mit Telecom Italia Mobile (TIM) und anderen Netzbetreibern bereits in Betrieb. Auch in Finnland hat man sich für DVB-H entschieden. Frankreich, die Niederlande, die Schweiz und Spanien wollen demnächst DVB-H kommerziell auf den Markt bringen. Und in Deutschland soll DVB-H rechtzeitig zur Fußball-EM starten, nachdem während der WM 2006 nur ein eingeschränkter Testbetrieb lief, der danach wieder abgeschaltet wurde.
Die Festlegung der EU auf DVB-H würde für DMB den Tod bedeuten. Es konkurriert in Deutschland mit DVB-H. Und so kontert Hanns Wolter vom World DMB Forum, dass erstens die EU zu Technologie-Neutralität verpflichtet sei und zweitens verschiedene Standards den Markt voranbringen würden, wie beispielsweise der Spielekonsolenmarkt mit Sonys Playstation, Microsofts Xbox und Nintendos Wii zeige.
Bereits auf der CeBIT 2007(öffnet im neuen Fenster) hat sich Viviane Reding für einen gemeinsamen TV-Standard ausgesprochen und die Industrie angemahnt, sich zu einigen. Das Marktpotenzial des mobilen Handyfernsehens schätzt die EU-Kommission auf vier bis fünf Milliarden Euro bis 2009.
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