NX 3.0: Desktop-Virtualisierung mal anders

NX erlaubt es, einzelne Applikationen oder ganze Desktop-Sessions auch über schmalbandige Verbindungen zu übertragen und so beispielsweise auf einem Linux- oder Solaris-Server laufende Applikationen unter Windows oder einem Thin-Client zu nutzen.
Zu den weiteren Neuerungen gehört "Session-Shadowing", was den Einsatz von NX in Schulungsumgebungen ermöglicht. Nutzer können sich so eine NX-Session teilen, Dateien tauschen, Software präsentieren und mit anderen Nutzern auf dem gleichen Server chatten. Dabei wird das Session-Shadowing für alle Remote-Desktop-Protokolle unterstützt, einschließlich RDP (Windows Terminal Server) und VNC. Neu ist zudem das "Desktop-Sharing", was einen einfachen Zugriff auf den eigenen Rechner von außen erlaubt. So lassen sich NX-fähige Rechner aus der Ferne komplett steuern und administrieren.
Verbessert haben die NX-Entwickler zudem die Migration von Sessions von einem zum anderen Computer. Die Zeit, um eine GNOME-Session über eine Modemleitung wieder aufzunehmen, soll von bis zu 3 Minuten auf etwa 15 Sekunden gesenkt worden sein. Auch wurde an der Robustheit der Software gearbeitet, große Cluster sollen nun fehlertoleranter arbeiten.
System-Administratoren bietet NX 3.0 die Möglichkeit, mit NX Node oder NX Server eigene Scripte anzusteuern, z.B. um beim Start einer neuen Session Aktionen auszuführen. Zudem können nun Profile je Nutzer und Server hinterlegt werden, in denen Session-Typen, Bandbreitenbegrenzungen und Multimedia-Einstellungen festgelegt werden. Darüber hinaus werden neue, aktuelle Linux-Distributionen unterstützt, darunter Ubuntu Feisty Fawn, Fedora 7 oder Mandriva 2007.
Der NX Server wird in einer kommerziellen Version, auch als 30-Tage-Testversion, sowie einer "Free Edition" angeboten. Letztere kann dauerhaft kostenlos genutzt werden und enthält alle Funktionen der kommerziellen Version, ist aber auf maximal zwei gleichzeitige Nutzer beschränkt.



