Google gehen Änderungen an Windows Vista nicht weit genug
Richterin Colleen Kollar-Kotelly wird in dieser Woche eine planmäßige Anhörung zu Microsofts Verhalten unter den Auflagen der Einigung im Kartellrechtsprozess abhalten. Google nutzt diese Gelegenheit, um die Richterin eindringlich auf die Probleme hinzuweisen(öffnet im neuen Fenster) , die nach Ansicht des Suchmaschinenanbieters die Integration von Microsoft Desktop Suche in Windows Vista verursacht. Die von Microsoft mit den Klägern ausgehandelten Änderungen an Windows Vista, mit denen sich Desktop-Suchmaschinen Dritter besser in Windows Vista integrieren lassen sollen, gehen Google nicht weit genug.
Es sei an vielen Punkten unklar, wie Microsoft die angekündigten Veränderungen umsetzen will. Es müsse mehr geschehen als derzeit angekündigt, um Windows Vista mit den Auflagen des Kartellrechtsprozesses in Einklang zu bringen. So sei zu befürchten, dass Microsoft beim Aufruf bestimmter Shortcuts auch weiterhin seine eigenen Suchergebnisse anzeigen wolle. Wer eine andere Desktop-Suchmaschine nutzen wolle, müsse zunächst die Suchergebnisse von Microsoft betrachten, um dann eine andere Desktop-Suche aufzurufen, befürchtet Google. Zudem sei zu befürchten, dass Microsoft das eigentliche Betriebssystem in Sachen Desktop-Suche nicht verändere und auch weiterhin die eigene Desktop-Suche beim Booten lade.
Infolgedessen fordert Google Richterin Colleen Kollar-Kotelly auf, die eigentlich am 12. November 2007 auslaufende Aufsicht über Microsofts Gebaren bei Middleware zu verlängern, das die damalige Entscheidung des Gerichts explizit vorsieht. Andernfalls sei zu befürchten, dass Microsoft seine Änderungen erst dann vornimmt, wenn das Gericht dies nicht mehr überwache.



