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Online-Nutzer mögen Breitband-Internetzugang

Lediglich zwei Prozent nutzen einen Zugang über Kabelmodem. 60,2 Prozent der Deutschen surfen im Internet. Stark angestiegen ist dabei die Zahl derer, die sich per DSL einwählen. Einen ISDN-Anschluss benutzen dagegen nur noch 17 Prozent der Onliner. Noch in den Kinderschuhen steckt das mobile Internet: Erst ein Prozent favorisieren den Zugang per Mobiltelefon.
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2006 surfte noch nicht mal die Hälfte der Internetnutzer mit einem breitbandigen Internetzugang, inzwischen sind es knapp 60 Prozent. Damit hat dieser schnelle Zugangsweg unter den Internetnutzern binnen eines Jahres um zwölf Prozentpunkte zugelegt. Ein Anreiz zum Wechsel ist sicher der anhaltende Preiskampf zwischen den Breitband-Anbietern, begleitet von entsprechender Werbung.

Die geschlechtsspezifische Analyse zeigt: 2007 nutzen Männer mit 67 Prozent deutlich häufiger einen breitbandigen Anschluss als Frauen (51 Prozent). Ein Blick auf die Landkarte verrät, dass sich interessanterweise die meisten DSL-Zugänge im Saarland finden. Das Bundesland gilt in Bezug auf die absolute Zahl der Nutzer als Schlusslicht. Mit 67 Prozent an DSL-Zugängen liegt das Saarland jedoch vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 64 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 63 Prozent. Die ostdeutschen Bundesländer (ohne Berlin) haben gegenüber 2006 bei den breitbandigen Anschlüssen überdurchschnittlich aufgeholt. Dennoch dümpelt die Zahl der DSL-Zugänge um die 46 bis 51 Prozent.

Andere breitbandige Zugangstechniken, wie z.B. Kabelmodem, haben sich trotz des intensivierten Ausbaus der Netze noch nicht in größerem Umfang durchsetzen können. Lediglich zwei Prozent nutzen einen Zugang über Kabelmodem. Immerhin ein Prozent der Onliner nutzt als Hauptanschlussart bereits einen mobilen Zugang ins Internet. Über ein analoges Modem wählen sich 2007 noch 15 Prozent der Internetnutzer ein. Das sind sechs Prozentpunkte weniger gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Personen, die über 50 Jahre alt sind – in der Studie als "Best-Ager" bezeichnet – tendieren zum Breitband-Anschluss. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen stieg die Breitbandnutzung um zehn Prozentpunkte auf 53 Prozent an, bei den 60- bis 69-Jährigen sind es plus zwölf Prozentpunkte auf heute 47 Prozent. Die über 70-Jährigen weisen mit

43 Prozent den niedrigsten Anteil der Breitbandnutzung auf, aber auch sie verzeichnen ein deutliches Plus. Insgesamt sind mehr als ein Drittel (35,5 Prozent) der 60- bis 69-Jährigen im Internet unterwegs. Bei der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen stieg der Onlineranteil um 1,5 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent.

Rund neun Prozent bzw. 1,7 Millionen Personen der Generation 50plus können sich vorstellen, ins Internet zu gehen, wenn ihnen dafür ein einfacher und auf ihre Bedürfnisse ausgerichteter "Best-Ager-Computer" zur Verfügung stünde. Dennoch: Größere Tasten, großer Bildschirm oder fortlaufende Betreuung zu Hause ist für diese Zielgruppe nicht unbedingt ein Kaufargument, sie wünschen sich eher ein verständliches und anschauliches Handbuch, intuitive und einfache Bedienung sowie Komplettpakete aus PC und Drucker.

Von den Senioren zu den Kindern: 57 Prozent der befragten Erwachsenen mit Kindern unter 14 Jahren im Haushalt geben an, dass ihre Kinder Zugriff auf einen Computer haben. Doch nur eine Minderheit der Eltern nutzt dabei eine spezielle Software oder Einstellungen zu deren Schutz. Die recht geringe Verbreitung von Schutzmaßnahmen für die jüngsten Surfer ist offenbar darauf zurückzuführen, dass die meisten Eltern davon ausgehen, auch ohne explizite Schutzprogramme die Kontrolle über das Surfverhalten ihrer Kinder zu behalten. So geben 81 Prozent der Erwachsenen an, die Zeit zu beobachten, die ihre Kinder am Computer verbringen.

Insgesamt surfen 39,2 Millionen Personen über 14 Jahre im Internet. Die Zahl der Nutzer ist damit um 1,4 Millionen gewachsen, Tendenz weiter steigend: In den nächsten zwölf Monaten beabsichtigen laut Umfrage rund 3,7 Millionen Bundesbürger (5,7 Prozent) online zu gehen.

Mit 68 Prozent führt Berlin das Bundesländerranking der Internetnutzung 2007 erneut an, gefolgt von Hamburg (64 Prozent) und Hessen (63 Prozent). Auch das Saarland, Schlusslicht bei der Internetnutzung, ist über die 50-Prozent-Marke gesprungen, so dass erstmals die Onliner in allen Bundesländern in der Mehrheit sind.

Den 39 Millionen Online-Nutzern stehen immer noch 22,2 Millionen Deutsche (34,1 Prozent) gegenüber, die nach wie vor offline sind. Mehrheitlich sind die Offliner weiterhin eher weiblichen Geschlechts, haben formal eine vergleichbar geringere Bildung sowie ein niedrigeres Einkommen.

Die Daten stammen aus dem (N)ONLINER Atlas 2007 von TNS Emnid. Dazu wurden vom 27. Januar bis 23. April 2007 etwa 50.000 Telefoninterviews mit der deutschsprachigen Wohnbevölkerung, die über einen Festnetz-Telefonanschluss im Haushalt verfügt, befragt.


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