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FON verärgert Nutzer mit unsicheren Testzugängen

Werbeaktion für 15-minütigen Freizugang lässt sich missbrauchen. Wer sich an der WLAN-Community FON aktiv beteiligt, stellt anderen seine DSL-Verbindung kostenlos oder auch gegen Entgelt per Funk zur Verfügung – sofern die Gäste eine FON-Kennung haben. Im Rahmen einer Werbeaktion lässt FON jedoch Fremde auch ohne ordentliche Anmeldung und damit im Grunde anonym auf die FON-Hotspots – was deren private Betreiber nicht sonderlich erfreut.
/ Christian Klaß
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Auf den Startseiten von FON-Hotspots gibt es laut FON-Blog(öffnet im neuen Fenster) und Diskussionen im offiziellen FON-Forum seit einigen Tagen eine Werbeaktion zu sehen, bei denen Fremde nach Angabe einer E-Mail-Adresse und dem Betrachten eines 30-sekündigen Werbevideos 15 Minuten Zugang zum Internet per FON-Hotspot erhalten – wer länger surfen will, muss dann zahlen.

Soweit zumindest die Theorie, denn praktisch sei es ohne Probleme möglich, sich mehr zu ergaunern, indem sich Dritte mehrmals hintereinander mit falscher E-Mail-Adresse sowie wechselnder MAC-Adresse anmelden und dann der Zugang erneut gewährt wird. Zuvor soll es sogar gereicht haben, einen von FON gesetzten Cookie wieder zu löschen, um erneut Zugang zu erhalten, das wurde den Tests des FON-Nutzers "coldtobi(öffnet im neuen Fenster)" zufolge aber bereits beseitigt.

Die Kritik an der "WifiAds"-Werbeaktion im offiziellen, englischsprachigen FON-Forum sowie etwa auch dem deutschsprachigen FONboard.de(öffnet im neuen Fenster) ist recht deutlich. Die Nutzer haben Sorge, dass ihre FON-Hotspots von Dritten missbraucht werden – zumindest ein FON-Nutzer berichtete schon(öffnet im neuen Fenster) unter dem offiziellen FON-Blog von automatisierten anonymen Anmeldungen über seinen Hotspot "mit offensichtlich automatisch generierten Benutzernamen (sinnlose Buchstaben-Ziffern-Kombination mit 16 Stellen) [...]."

Entsprechend fordern einige FON-Nutzer seit Tagen, dass FON dieses potenzielle Sicherheitproblem beseitigen bzw. die "WifiAds" bis zur Klärung ganz abschalten sollten. Neben Diskussionen im Forum, Erfahrungsberichten in Blogs und dem Abschalten bzw. Deaktivieren(öffnet im neuen Fenster) der FON-Hotspots haben die Mitglieder der FON-Gemeinschaft auch noch eine andere Art des Protests gefunden: Sie verschieben ihre FON-Hotspots in der offiziellen Standortkarte in einen See(öffnet im neuen Fenster), der in der Nähe des spanischen FON-Hauptquartiers liegt. Bei FON wird die Kritik aus der Nutzergemeinschaft derzeit laut eines im FON-Forum aktiven Kundendienstmitarbeiters wahrgenommen, eine Reaktion bleibt abzuwarten.


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