Microsoft will Software personalisieren
Das US-Patent mit der Nummer 7,231,524(öffnet im neuen Fenster) beschreibt "eine Methode zur Einbettung von Wasserzeichen in eine Computerapplikation", die "personenbezogene Informationen des Käufers" wie zum Beispiel "Name, Adresse, Telefonnummer, Kreditkarten-Nummer, E-Mail-Adresse" und so weiter in dem Programmcode verwendet. Das Patent setzt zwei Anmeldungen aus den Jahren 1999 (6,834,343(öffnet im neuen Fenster)) und 2004 (7,058,813(öffnet im neuen Fenster)) fort.
Zum Einbau des Wasserzeichens werden in einem ersten Schritt Programmanweisungen gesucht, die unabhängig voneinander ausgeführt werden. Aus den personenbezogenen Informationen wird dann beim Download ein binärer Tauschschlüssel generiert. Die relative Reihenfolge der im ersten Schritt ermittelten Programmanweisungen wird beim Download in Abhängigkeit von den personenbezogenen Informationen vertauscht und die Variationen werden in einer "Tausch-Tabelle" ("Swap Table") vermerkt. Für unterschiedliche Nutzer entstehen so unterschiedliche Einträge in der "Tausch-Tabelle". Der Programmablauf soll dabei nicht gestört werden, weil die Anweisungen unabhängig voneinander sind.
Wird später eine illegale Kopie gefunden, lassen sich aus der "Tausch-Tabelle" schnell die codierten personenbezogenen Daten des ursprünglichen Käufers rekonstruieren. Auf der anderen Seite soll es durch den Vergleich zweier Programmkopien nicht möglich sein, die kodierten Stellen eindeutig zu identifizieren und die vertauschten Programmanweisungen herauszufinden. Dazu sei "eine große Anzahl heruntergeladener Programme" nötig, so die Aussage in der Patentschrift. Zur Erhöhung der Sicherheit könne die aus den Personendaten generierte, binäre Tauschformel auch noch asymmetrisch verschlüsselt werden, wird weiterhin erklärt. [Robert A. Gehring]
- Anzeige Hier geht es zu Hacking & Security: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



