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Deutscher Industrieverband fordert BlackBerry-Verbot

Angst vor Spionage begründet Verbotsempfehlung. Nachdem die französische Regierung aus Angst vor Datenspionage durch das Ausland den Einsatz von BlackBerry-Geräten verboten hat, wird dies auch für die deutsche Regierung gefordert. Der Industrieverband Software-Initiative Deutschland (SID) verlangt von der Bundesregierung, vergleichbare deutsche Dienste zu verwenden, anstatt weiterhin die BlackBerry-Architektur einzusetzen.
/ Ingo Pakalski
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Wie auch die französische Regierung fürchtet die Software-Initiative Deutschland (SID), dass der Datenverkehr auf den BlackBerry-Servern von Research In Motion von ausländischen Regierungen abgehört werden könne. Alle BlackBerry-Server befinden sich im Ausland und sind nicht in Deutschland stationiert. Somit bestünde eine "akute Gefahr, dass sensible Daten der Bundesrepublik Deutschland in die falschen Hände geraten", meint SID-Vorstand Helmut Blank. Welche genauen Gefahren hier lauern, behielt der Industrieverband für sich.

In einer Pressemitteilung des SID empfiehlt Blank ausdrücklich nur einen Dienst als Alternative zu RIMs BlackBerry-Dienst: Nämlich www.message.de, in dessen Management Helmut Blank tätig ist. So hat die SID-Forderung einen sehr schalen Beigeschmack, weil hier ein Industrieverband dazu benutzt wird, um versteckte Werbemaßnahme für das Unternehmen von Helmut Blank zu lancieren.

Aus Angst vor Datenspionage hatte die französische Regierung jüngst den Einsatz von BlackBerry-Geräten untersagt. Dies wurde damit begründet, dass die BlackBerry-Server in den USA stünden, über die der gesamte E-Mail-Verkehr des BlackBerry-Systems laufe. Nach Auffassung der Franzosen hat der US-amerikanische Geheimdienst National Security Agency (NSA) die Möglichkeit, diesen Datenverkehr zu belauschen.

Hier widersprach Research In Motion bereits: Denn die übertragenen E-Mails seien verschlüsselt, so dass die Herkunft der E-Mails nicht ohne weiteres ermittelt und zurückverfolgt werden könne. RIM betreibe zudem nur Server in Kanada und Großbritannien. Das Fraunhofer Institut SIT beschäftigte sich im Hebst 2006 eingehend mit dem Thema und empfiehlt, bei einem erhöhten Sicherheitsbedarf eine zusätzlich E-Mail-Verschlüsselung mit S/MIME oder PGP plus eine lokale Verschlüsselung.

Nach Meinung der SID sollte die deutsche Regierung auf mobile E-Mail-Lösungen setzen, die ihre Daten in Deutschland und nicht im Ausland speichern.


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