• IT-Karriere:
  • Services:

Neuer Transistor: 200 Grad für Handy-Masten

Galliumnitrid-Schaltung widersteht hohen Temperaturen

Neben immer kleineren und stromsparenden Transistoren, wie sie für mobile Mikroelektronik gefordert sind, forschen die Halbleiter-Hersteller auch an Verfahren, um besonders hohe Spannungen zu schalten. Fujitsu hat nun einen neuen Transistor entwickelt, der sich unter anderem für Handy-Sendemasten eignen soll.

Artikel veröffentlicht am ,

Bei mobilen Funknetzen sind von den Basisstationen nicht nur hohe elektrische Leistungen gefordert. Neben den Schaltströmen selbst heizen sich die Geräte durch die Funkwellen und Witterungseinflüsse auf. Besonders widerstandsfähige Elektronik ist also gefragt. Dafür soll sich auch Fujitsus neue Schaltung eignen, die der Hersteller unter anderem für die Leistungsverstärker von Handy-Netzen, aber auch WLAN-Richtverbindungen und WiMax-Zellen empfiehlt.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Ennepetal
  2. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg, Berlin

Fujitsus neue Entwicklung ist ein "High Electron Mobility Transistor" (HEMT), wie ihn das Unternehmen bereits 1980 als erster Halbleiter-Hersteller vorstellen konnte. Dabei handelt es sich um die Spezialform eines Feldeffekt-Transistors (FET), bei der sich die Elektronen im leitfähigen Kanal des Transistors besonders schnell bewegen können. Vergleichbar ist der Effekt mit Strömung von Wasser durch einen sich verengenden Kanal: Da der Weg schmaler wird, muss sich die Geschwindigkeit erhöhen, um den gleichen Durchfluss zu erhalten.

Schemazeichung des HEMT mit Galliumnitrid (GaN)
Schemazeichung des HEMT mit Galliumnitrid (GaN)
Der neue HEMT von Fujitsu ist aus Galliumnitrid auf einem Silizium-Substrat aufgebaut. Gallium kommt bei Halbleitern schon länger zum Einsatz, meist jedoch als Galliumarsenid. Die neue Verbindung soll laut Fujitsu vor allem höhere Temperaturen und Spannungen aushalten als bisherige Konstruktionen. Bei 50 Volt und 200 Grad Celsius sollen die Schaltungen über 100 Jahre stabil funktionieren. In der Spitze sollen die Transistoren bis zu 300 Grad Celsius überstehen. Laut Angaben des Unternehmens kamen bisherige Leistungstransistoren für den Außeneinsatz nur auf Schaltspannungen von 28 Volt.

Wann die neuen Transistoren serienreif sein sollen und wie sich Galliumnitrid in bestehenden Produktionsanlagen für Halbleiter einfügen lässt, gab Fujitsu noch nicht bekannt. Der Chip-Hersteller will die Technologie aber baldmöglichst mit seinen eigenen Produkten für Funknetze anbieten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-62%) 7,50€
  2. (-80%) 2,99€
  3. 4,98€
  4. 21,49€

cyd 22. Jun 2007

Genau, das passiert in sogenannten Wärmekammern. man packt die bauteile oder ganze...


Folgen Sie uns
       


Nintendo Switch Lite - Test

Die Nintendo Switch Lite sieht aus wie eine Switch, ist aber kompakter, leichter und damit gerade unterwegs eine sinnvolle Wahl - trotz einiger fehlender Funktionen.

Nintendo Switch Lite - Test Video aufrufen
Tesla-Fabrik in Brandenburg: Remote, Germany
Tesla-Fabrik in Brandenburg
Remote, Germany

Elon Musk steht auf Berlin, doch industrielle Großprojekte sind nicht die Stärke der Region. Ausgerechnet in die Nähe der ewigen Flughafen-Baustelle BER will Tesla seine Gigafactory 4 platzieren. Was spricht für und gegen den Standort Berlin/Brandenburg?
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Gigafactory Tesla soll 4 Milliarden Euro in Brandenburg investieren
  2. 7.000 Arbeitsplätze Tesla will Gigafactory bei Berlin bauen
  3. Irreführende Angaben Wettbewerbszentrale verklagt Tesla wegen Autopilot-Werbung

Social Engineering: Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung
Social Engineering
"Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung"

Prävention reicht nicht gegen Social Engineering und die derzeitigen Trainings sind nutzlos, sagt der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski. Seine Lösung: Mitarbeiter je nach Bedrohungslevel schulen - und so schneller sein als die Kriminellen.
Ein Interview von Moritz Tremmel

  1. Social Engineering Mit künstlicher Intelligenz 220.000 Euro erbeutet
  2. Social Engineering Die unterschätzte Gefahr

Raumfahrt: Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus
Raumfahrt
Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus

Eine mögliche leichte Senkung des deutschen Beitrags zur Esa bringt nicht die Raumfahrt in Gefahr. Deren heutige Probleme sind Resultat von Fehlentscheidungen, die hohe Kosten und Ausgaben nach sich ziehen. Zuerst braucht es Reformen statt noch mehr Geld.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Space Rider Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre
  2. Vega Raketenabsturz lässt Fragen offen

    •  /