Mandriva veröffentlicht Corporate Desktop 4.0
Der Corporate Desktop soll der normalen Version für Endanwender ähneln, ist jedoch auf den Einsatz auf Unternehmens-Desktops ausgelegt. So lässt sich die Linux-Distribution in die Verzeichnis-Serverinfrastruktur der Server-Variante integrieren, so dass die Anmeldung von Nutzern komplett per LDAP abgewickelt wird. Mit einem grafischen Werkzeug lassen sich die KDE-Nutzer aus dem LDAP-Verzeichnis übernehmen. Die Anmeldung ist ferner über Fingerabdruckleser und Smartcards möglich.
Zu den weiteren Sicherheitsfunktionen zählt etwa die Datenverschlüsselung; auch sichere Verbindungen sind möglich, wobei sich VPNs mit einem grafischen Werkzeug einrichten lassen. Eine Firewall ist ebenfalls integriert. Speziell für Notebook-Nutzer wurde darüber hinaus die Konfiguration von UMTS-Datenkarten erleichtert. Für die Arbeit auf dem Desktop liefert Mandriva die drei 3D-Techniken Aiglx, Metisse und Xgl mit. Wie auch bei der Server-Variante gibt es mehrere Virtualisierungslösungen in der Desktop-Fassung, darunter Xen und VirtualBox.
Mandriva unterstützt den Corporate Desktop 4.0 für fünf Jahre und bietet auch Web- und Telefon-Support an. Die Software ist für den Einsatz mit unterschiedlicher Hardware, beispielsweise von Intel und Nvidia, zertifiziert. Software-Zertifizierungen gibt es etwa von Arkeia und VMware. Im Shop ist eine Bestellung der neuen Desktop-Version jedoch noch nicht möglich - Preise sind damit auch noch nicht bekannt. Eine Testversion steht nach vorheriger Registrierung zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.