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Rundfunkverband geißelt die Digital-Pläne der ARD als Utopia

Geldverschwendung auf Kosten der Gebührenzahler. Als "digitales Utopia" zu Lasten von Gebührenzahlern und dualem Rundfunksystem hat der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT), Jürgen Doetz, die von der ARD vorgestellte Digitalstrategie bezeichnet.
/ Andreas Donath
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Die Pläne würden einen vollkommenen Realitätsverlust der Intendanten und das maßlose Wunschdenken der öffentlich-rechtlichen Anstalten zeigen, ist sich der VPRT sicher. "Das Papier ist wenige Wochen nach dem Kompromiss ein Affront für die Länder und die EU-Kommission insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Länder eine Realisierung wesentlicher Elemente der Kommissionsvorgaben im Rahmen einer Zielvereinbarung mit ARD und ZDF zeitnah bereits vor der Umsetzung im 11. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ins Auge fassen" , so Doetz.

Der Verband fordert, dass der öffentlich-rechtliche Programmauftrag quantitativ und qualitativ konkret beschrieben werden müsse. Der "Public Value Test", dem neue Angebote der Öffentlich-Rechtlichen zukünftig unterzogen werden sollen, müsse an Hand konkreter Kriterien präzise ausgestaltet und staatsvertraglich verankert werden.

VPRT-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachbereichsvorstandes Fernsehen und Multimedia, Dr. Tobias Schmid, sagte, dass der Ausbau der digitalen Nachrichtenkanäle, das Umsetzen neuer mobiler Abrufdienste und der ungezügelte Einkauf von Sportrechten durch ARD und ZDF die wettbewerbliche Schieflage für die privaten Sender weiter dramatisch verschärft.

Als absurd bezeichnete der VPRT den Vergleich der Rundfunkgebühr mit einer von der ARD so bezeichneten "Content-Flatrate".


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