AT&T rüstet sich für iPhone-Markteinführung
Einstellung von Zeitarbeitskräften geplant
Am 29. Juni 2007 ist es so weit: Dann kommt Apples iPhone in den USA auf den Markt und wird außer bei Apple nur über den Mobilfunknetzbetreiber AT&T angeboten. Bei anderen Netzbetreibern wird das Apple-Handy nicht zu haben sein. AT&T erwartet besonders am Anfang einen entsprechend hohen Kundenansturm.
Zur Markteinführung des iPhone will AT&T in den gesamten USA rund 2.000 Zeitarbeitskräfte einstellen, um dem erwarteten Ansturm auf das Apple-Handy in den ersten Monaten gerecht werden zu können, berichtet das Wall Street Journal. Das iPhone wird es zum Marktstart nur direkt in den AT&T-Filialen sowie in den Apple-Shops geben. Einigen wenigen Prominenten räumt AT&T die Möglichkeit ein, das iPhone zu bestellen und sich nicht in die prognostizierten Schlangen im Laden anstellen zu müssen.
Einige AT&T-Verkäufer erwarten, dass Interessenten in der Nacht zum 29. Juni 2007 vor den AT&T-Filialen übernachten, um am Erstverkaufstag möglichst früh an das Mobiltelefon zu gelangen. AT&T wird das Apple-Handy aber nur in den rund 1.800 AT&T-Filialen verkaufen. Es wird also nicht über AT&T-Vertriebspartner zu bekommen sein.
In Europa wird das Apple-Handy erst Ende 2007 erwartet. Auch in Europa soll das Gerät dann nur bei einem einzigen Netzbetreiber zu haben sein. Marktforscher erwarten aber, dass diese Taktik von Apple in Europa scheitern wird, weil der europäische Mobilfunkmarkt komplett anders strukturiert ist als in den USA. So würde eine Bindung an nur einen Netzbetreiber dazu führen, dass das iPhone in manchen Ländern gar nicht verfügbar ist, wenn der ausgewählte Netzbetreiber dort nicht aktiv ist.
Noch laufen wohl die Verhandlungen zwischen Apple und den europäischen Mobilfunknetzbetreibern. Diese zeigten sich bereits verwundert und vor allem verärgert darüber, wie "unglaublich arrogant" sich Apple in den Verhandlungen verhalten habe. Apple würde demnach Forderungen an die Netzbetreiber stellen, die von denen gar nicht erfüllt werden könnten. Schließlich meinten die Netzbetreiber, auf derartige Forderungen auch nicht eingehen zu wollen, ganz gleich, wie gefragt ein Produkt sei. Um welche Forderungen es hier im Detail geht, ist nicht bekannt.
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