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DRM-freie Downloads kurbeln den Absatz an

Starke Zuwächse bei einzelnen DRM-freien Alben im iTunes Store. Nielsen SoundScan hat erste Zahlen zu den Verkäufen DRM-freier Musikstücke bei iTunes vorgelegt. Der Absatz einzelner Alben hat sich vervielfacht, nachdem diese ohne DRM angeboten wurden, berichtet die Musikwoche in ihrer Online-Ausgabe.
/ Jens Ihlenfeld
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Als der große Renner bei den Verkäufen stellte sich der Pink-Floyd-Klassiker Dark Side Of The Moon(öffnet im neuen Fenster) von 1973 heraus. Statt 830 Kopien der DRM-geschützten Variante wurden im gleichen Zeitraum von einer Woche durchschnittlich 3.600 DRM-freie Alben heruntergeladen – ein Zuwachs von über 300 Prozent, so die Musikwoche unter Berufung auf Nielsen SoundScan(öffnet im neuen Fenster). "A Rush Of Blood" von Coldplay wurde mehr als doppelt so häufig in der DRM-freien Ausgabe verkauft und "Oh No" von OK Go konnte immerhin noch 77 Prozent Zuwachs verzeichnen. Ein Teil der Verkäufe im Download-Geschäft ging allerdings auf Kosten des Verkaufs physischer Datenträger. So wurden von "The Dark Side Of The Moon" 12 Prozent weniger CDs verkauft als zuvor und bei "Oh No" summierten sich die Verluste sogar auf 45 Prozent.

Die Zahlen von Nielsen SoundScan bestätigen den allgemeinen Trend weg von Musik auf Tonträgern und hin zum elektronischen Vertrieb. Erst kürzlich hatte die deutsche Landesgruppe des internationalen Verbands der Musikindustrie, IFPI, Daten für 2006 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Demnach sank der Umsatz mit Tonträgern um 2,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, bei gleichzeitiger Steigerung der Stückzahlverkäufe um 1,3 Prozent. Anders gesagt, die durchschnittlichen CD-Preise sind 2006 gesunken. Demgegenüber stieg der Absatz im Online-Geschäft nach Stückzahlen um 30 Prozent auf 27,1 Millionen "Einheiten". Unterm Strich bedeutet das für die Branche aber immer noch einen Rückgang des Gesamtumsatzes. Dafür macht Peter Zombik, Geschäftsführer der deutschen IFPI, "die hohe Zahl illegaler Downloads" sowie den "weiter wachsende[n] Anteil von Privatkopien" verantwortlich.

Angesichts der Erfolge von Apple/EMI mit DRM-freien Downloads scheint auch die Warner Music Group von ihrer Position, auf DRM nicht verzichten zu können, abgerückt zu sein. Das Branchenportal Digital Music News(öffnet im neuen Fenster) hatte Anfang Juni von Warners Plänen berichtet, DRM-freie Musik über das Online-Portal Lala.com verkaufen zu wollen. Um Privatkopien und illegale Kopien zu verhindern, sollen die Titel im AAC-Format mit Wasserzeichen personalisiert und Kopien auf dem PC verhindert werden. Bei der Weitergabe von Dateien werden automatisch auch die Nutzungsrechte übertragen werden. [von Robert A. Gehring]


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