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Tagesschau ab Mitte Juli mit stündlichen Handynachrichten

HD erst zu den Olympischen Winterspielen 2010. Die ARD-Tagesschau soll ab dem 16. Juli 2007 täglich auch mit dem Handy abrufbar sein. Das Angebot umfasst jeweils 100 Sekunden und wird stündlich aktualisiert, teilte die ARD mit. Außerdem will die ARD ab der Funkausstellung Anfang September 2007 viele Fernseh- und Hörfunkinhalte kostenfrei für einen Zeitraum von sieben Tagen zum Abruf online bereitstellen.
/ Andreas Donath
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Das Nachrichtenangebot der Tagesschau wird "per UMTS-Stream" aufgeliefert, wie sich die ARD ausdrückte. Anfangs soll die 100-Sekunden-Ausgabe an Wochentagen zwischen 8 Uhr morgens und 21 Uhr abends aktualisiert werden.

Später sollen dann auch an den Wochenenden Aktualisierungen vorgenommen werden. Laut ARD haben sowohl T-Mobile als auch Vodafone bereits signalisiert, diesen Service übertragen zu wollen.

NDR-Intendant Prof. Jobst Plog: "Das Handy wird ein neuer Ausspielweg für die Tagesschau. Den mobilen Nutzern bietet Deutschlands meistgesehene Nachrichtensendung in gewohnter, erstklassiger Qualität das Wichtigste in einer Minute vierzig."

Künftig wollen sich die ARD und ihre Länderanstalten viel stärker in den neuen Medien engagieren. ARD-Vorsitzender Fritz Raff: "Die Palette reicht von HDTV und Handy-TV über ein Audio- und Videoportal bis hin zu digitalen Zusatzangeboten im Hörfunk."

Die ARD will zur Bündelung ihrer digitalen Angebote zur IFA ein Audio- und Videoportal starten. Dort sollen für einen Zeitraum von sieben Tagen produzierte und schon im regulären TV gesendete Inhalte von den Landesanstalten in Film und Hörfunkbeiträgen verfügbar sein. Welche davon ausgenommen werden, wurde nicht mitgeteilt.

Den Einstieg in die HDTV-Übertragung plant die ARD zusammen mit dem ZDF erst anlässlich der Olympischen Winterspiele in Vancouver im Februar 2010. Danach will das Erste in HD über Satellit senden. In den Folgejahren sollen weitere ARD-Programme in HD-Qualität ausgestrahlt und zunehmend auch über Handy-TV verbreitet werden.

ARD-Vorsitzender Fritz Raff betonte, die ARD sehe in der Digitalisierung eine große Chance: "Die Rundfunkgebühr wird in der digitalen Medienwelt zur Content-Flatrate für Qualitätsinhalte."


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