VMware bringt Virtualisierung aufs Mainboard
VMwares ESX Server ist ein so genannter Type-1-Hypervisor, der also ohne darunterliegendes Betriebssystem auskommt und direkt mit eigenem Kernel auf der Hardware läuft. Der Anbieter arbeitet nun angeblich an einer Lite-Variante, die direkt auf dem Mainboard eines Server installiert wird, berichtet TechTarget(öffnet im neuen Fenster) – dem Unternehmen nahe stehende Quellen bestätigten dies gegenüber Golem.de. Eine offizielle Bestätigung gab es hingegen mit Verweis auf den bevorstehenden Börsengang nicht.
Laut TechTarget wurde der ESX-Hypervisor so abgespeckt, dass er statt einer 8 GByte großen Standardinstallation nur noch wenige MByte belegt und damit direkt auf dem Mainboard des Servers läuft. Dies soll nicht nur die Hardware-Integration verbessern, sondern auch den Einsatz des Produkts erleichtern. Zudem könnten Server so ohne Festplatte vorkonfiguriert mit einer virtualisierten Umgebung ausgeliefert werden, was wiederum in Stromersparnis resultiert. Auch soll die Zuverlässigkeit durch den Verzicht auf fehleranfällige Festplatten steigen.
Dabei wird ESX Lite nicht als Endnutzer-Produkt gestaltet, das sich jeder selbst auf seinem Mainboard installieren kann, so dass die Zusammenarbeit mit Server-Herstellern nötig wird. Laut TechTarget soll Dell als möglicher Partner im Gespräch sein.



