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Lawrence Lessig widmet sich neuen Aufgaben

Jura-Professor bleibt bei Creative Commons. Creative-Commons-Schöpfer Lawrence Lessig will sich nicht weiter dem Thema geistiges Eigentum widmen und auch keine Vorträge mehr hierzu halten. Stattdessen will er sich künftig gegen Korruption einsetzen. Nicht jedoch gegen Bestechung, sondern gegen die generelle Unterwanderung des politischen Systems, vor allem in den USA.
/ Julius Stiebert
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Was Lessig bereits in der letzten Woche auf dem iCommons Summit in Kroatien(öffnet im neuen Fenster) ankündigte, konkretisiert er nun in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . So möchte er den Schwerpunkt seiner Arbeit weg vom Prinzip des geistigen Eigentums hin zu politischer Korruption verlagern. Dabei setzt Lessig in seinem Text das Wort Korruption in Anführungszeichen und erläutert auch, dass es ihm nicht um direkte Bestechung gehe. Genauer sei gerade in den USA das politische Leben durch einen steten Geldfluss unterwandert, was sich auch daran zeige, dass eine Wiederwahl nur mit Hörigkeit gegenüber dem Geld zu erreichen sei. Dadurch schaffe es die Industrie, Politiker auf ihre Seite zu ziehen.

Daher werde er sich von dem, was er die letzten zehn Jahre getan habe, ab- und dem neuen Gebiet für mindestens zehn Jahre zuwenden. Dies würde ohne Illusionen erfolgen – er sei sich sicher, dass das Problem auch in zehn Jahren noch bestehe, so Lessig. Aber auch Wissenschaftler, so wie er einer ist, seien Teil des korrupten Systems und er wolle nicht dazugehören.

Dennoch will Lessig nicht Creative Commons verlassen, sondern bleibt CEO und auch im Vorstand von iCommons. Dem Stanford Center for Internet and Society bleibt er ebenfalls treu. Aus allen anderen Projekten, an denen er beteiligt ist, möchte er sich aber nach und nach zurückziehen. Zudem möchte er keine weiteren Vorträge über geistiges Eigentum halten – Ausnahmen seien aber möglich. Stattdessen will er jede seiner Präsentationen und Bücher unter einer freien Lizenz veröffentlichen. Derzeit arbeite er noch an einem weiteren Buch, das ebenfalls noch veröffentlicht werden soll.

Er verlasse nicht die Bewegung, schreibt Lessig, er widme sich nur anderen wichtigen Aufgaben. Seinen Ideen bleibe er jedoch treu und gehe davon aus, dass diese auch ohne ihn Erfolg haben können.


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