Digitaler Bilderrahmen mit Linux

Besitzer kann System selbst anpassen

Die Firma Red Post hat einen digitalen Bilderrahmen vorgestellt, der sich von ähnlichen Geräten vor allem durch eines unterscheidet: Der "Kit" getaufte Rahmen startet ein Linux-System. Dieses soll sich komplett an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Red Post Kit
Red Post Kit
Bei "Kit" handelt es sich um ein 19-Zoll-LC-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 1.024 Pixeln, einem Kontrastverhältnis von 700:1 und einem Betrachtungswinkel von 150 Grad. Die Reaktionszeit der Anzeige soll bei 8 Millisekunden liegen; sowohl ein VGA- als auch ein DVI-Anschluss ist vorhanden. Hergestellt werden die Bildschirme von Hannspree in ehemaligen Samsung-Fabriken.

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Dabei ist das Display in einem 38,7 x 46 x 6,7 cm großen Stahlrahmen verbaut, den Red Post in sechs verschiedenen Farben anbietet. In dem Gerät arbeitet eine Vortex86-CPU mit 200 MHz, der 128 MByte SD-RAM zur Seite stehen. Davon greift sich der Grafikchip bis zu 8 MByte Speicher. Ferner verfügt der Bilderrahmen über verschiedene Anschlüsse wie Netzwerk, dreimal USB 1.1 und einen Compact-Flash-Slot für Karten nach Typ I und II. Ein AC97-Audiochip ist ebenfalls vorhanden und WLAN nach 802.11 b/g ist verbaut. Hierfür kommt ein Chip von VIA zum Einsatz. Das System kommt ohne Lüfter aus.

Red Post verkauft jedoch nicht nur einen Bilderrahmen, der ausschließlich übertragene Fotos anzeigt, sondern möchte vielmehr Programmierern ein Spielzeug an die Hand geben. Zusammen mit "Kit" erhält der Käufer eine angepasste Version von Damn Small Linux, die von einem USB-Flash-Speicher gestartet wird. Integriert ist hier von Haus aus bereits die WLAN-Unterstützung mit optionaler WEP- und WPA-Verschlüsselung. Ferner ist ein Samba-Server eingebaut, um Bilder über SMB (Windows-Dateifreigaben) zu übertragen und auch lokal gespeicherte Bilder können geladen und per JavaScript gedreht werden. Damn Small Linux zeigt darüber hinaus auf Wunsch eine beliebige Webseite auf dem Bilderrahmen an.

Die Konfiguration erfolgt über eine einzige Datei, wobei Red Post den Bilderrahmen als "fully hackable" bewirbt - entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt, sind Anpassungen an der Linux-Distribution also kein Problem und Funktionserweiterungen steht nichts im Wege.

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Für ambitionierte Linux-Nutzer könnte sich da nur der Preis als Hindernis entpuppen: 550,- US-Dollar kostet "Kit" in der Standardausstattung mit WLAN und 512-MByte-USB-Flash-Speicher. Wer auf den Mini-PC verzichtet, spart 180,- US-Dollar, ohne Flash-Speicher hingegen verringert sich der Preis nur um 16,50 US-Dollar. Wer den USB-Speicher auf 2 GByte erhöhen will, zahlt 22,- US-Dollar drauf.

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Christian XXV 15. Nov 2007

Warum ist nicht Power over Wlan integriert? Da wird wieder am falschen Ende gespart!

justleaveit 19. Jun 2007

Ich weiß genau, was du meinst. Mich nerven Motorräder total. Andauern sieht man welche...

blabla 19. Jun 2007

ja der simpad ist ein cooles teil :D in der schweiz (im gegensatzt zu deutschland) recht...



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