Motorola will in Deutschland bleiben
Man habe schon Vorverträge mit zwei Firmen gemacht und befinde sich mitten in den Verhandlungen, sagte der Motorola-Chef, der allerdings keine Angaben zu den beteiligten Unternehmen machte. Gesucht werde jemand, "der uns die Logistik-Leistung am Standort teilweise abnimmt. Im Prinzip reden wir also über Outsourcing", sagte Gerbershagen der Zeitung. Zu Informationen, wonach Motorola auch mit der Posttochter DHL verhandelt, wollte er sich nicht äußern.
Im Herbst 2007 wird die UMTS-Handyproduktion von Flensburg nach China verlagert. 230 Mitarbeiter sind von der Verlagerung betroffen. "Wir haben einen Sozialplan mit den Gremien vereinbart und eine Auffanggesellschaft gegründet", sagte der Motorola-Deutschlandchef. An den vier Standorten in Deutschland – Taunusstein, Flensburg, München und Berlin – werde das Unternehmen festhalten. Zum Berliner Werk für digitale Funknetze sagte Gerbershagen: "Das Geschäft brummt, im Moment ist der Standort bis unter die Decke ausgelastet."
Den Milliarden-Auftrag für den Aufbau des digitalen Polizeifunks in Deutschland hatte allerdings der Konkurrent EADS bekommen. Dennoch sieht Gerbershagen noch Chancen für Motorola: "Im zweiten Schritt kommen die Ausschreibungen der Bundesländer für die Digitalfunkgeräte. Da werden wir uns beteiligen", sagte Gerbershagen. Außerdem will das Unternehmen laut Gerbershagen noch 2007 Set-Top-Boxen für den Empfang von digitalem Fernsehen in Deutschland anbieten. "Das bedeutet: Wir ziehen jetzt ins Wohnzimmer ein", sagte Gerbershagen. "Ich denke, dass wir im vierten Quartal mit der Auslieferung in Deutschland beginnen."
- Anzeige Hier geht es zum Motorola Razr 60 Ultra bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



