Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Itanium "Tukwila" kommt als Quad-Core, danach 32 Nanometer

Intel erweitert Itanium-Roadmap über 2009 hinaus. In den USA hat Intel erstmal öffentlich bestätigt, was in den letzten Monaten stetig durch die Gerüchtekanäle sickerte: Der nächste Itanium-Prozessor mit Codenamen "Tukwila" wird vier Kerne auf einem Die vereinen und für einige Zeit das Top-Modell bleiben: Intel will danach eine Fertigungsgeneration überspringen.
/ Nico Ernst
11 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Dies gab Intel einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) des Wall Street Journal zufolge in San Francisco vor Journalisten bekannt. Vor genau acht Wochen gab sich Intel auf dem IDF in Peking noch reichlich zugeknöpft zur weiteren Itanium-Roadmap und wollte weder den Zeitplan noch die groben Spezifikationen zu Tukwila preisgeben.

Nun erklärte das Unternehmen, dass der neue Itanium erst Ende 2008 mit vier Kernen auf einem Die auf den Markt kommen soll. Er besitzt einen integrierten Speichercontroller für FB-DIMMs sowie Verbindungen für das "Common Serial Interface", kurz CSI. Damit werden, ähnlich AMDs HyperTransport, nicht nur Prozessoren, sondern auch der Rest der Mainboard-Infrastruktur miteinander verbunden. Auch die übernächste Generation der Desktop-Prozessoren, Nehalem , soll über CSI verfügen – damit lassen sich dann Universal-Chipsätze bauen, die vom Itanium bis zu kleinen Servern reichen. Dass Tukwila auch mit künftigen Xeon-Chipsätzen arbeiten kann, gab Intel nun auch gegenüber dem Wall Street Journal an.

Nach Tukwila, der in 65 Nanometern Strukturbreite gefertigt wird, legt Intel wieder einmal ein größere Itanium-Pause ein. Zum direkten Nachfolger "Poulson" teilte der Chip-Hersteller nun mit, dass er nicht in den für Ende 2007 erwarteten 45 Nanometern gefertigt werden soll. Vielmehr will Intel gleich auf 32 Nanometer wechseln, was laut der aktuellen Fertigungs-Roadmap von Intel aber erst 2009 möglich ist.

Im Gespräch mit dem Wall Street Journal gab Intel an, dass mit dem Wechsel auf 32 Nanometer die Itaniums auch immer der dann aktuellen Strukturbreite folgen sollen. Zusammen mit den Einheits-Chipsätzen versucht Intel also offenbar, die Itanium-Entwicklung parallel zu anderen Halbleitern voranzutreiben – bisher läuft die Itanium-Roadmap stets aus dem Ruder, auch Tukwila ist gegenüber ersten Ankündigungen nun mit dem Termin Ende 2008 schon wieder über ein Jahr verspätet.

Nach Poulson, der die Itanium-Entwicklungsschritte anderen Intel-CPUs angleichen soll, folgt dann "Kittson". Außer dem Codenamen nannte Intel aber noch keine Ziele für diesen neuen Itanium. Immerhin ist die nun erweiterte Roadmap ein klares Bekenntnis zum rein 64-bittigen High-End-Prozessor – denn vor 2011 dürfte Kittson kaum erscheinen.


Relevante Themen