Intel: Many-Core-Prozessoren sollen sich tarnen
Ähnliches hatte Intel bereits auf dem IDF Spring 2005 angedeutet : Da große Zahlen von Kernen sich nur schwer einzeln mit Code füttern lassen, können sie auch zusammengefasst werden. Mehrkern-Prozessoren sind jedoch bisher der einzige Vorschlag der CPU-Hersteller, wie sich die Rechenleistung noch steigern lässt. Intel will bis 2015 Dutzende von Kernen auf einem Die integrieren. Damit wird die Programmierung immer schwieriger - auch Microsoft bekannte kürzlich , dass Windows Vista von mehr als vier Cores kaum noch profitiert.
Gegenüber CNET erklärte(öffnet im neuen Fenster) nun Jerry Bautista, stellvertretender Direktor des Forschungsprogramms für "Tera-Scale Computing", wie die Kerne auf Basis des Forschungchips Polaris verteilt sein können. Intel hatte den 80-Kerner, der nur aus simplen FPUs besteht, nur gebaut, um Many-Core-Prozessoren erforschen zu können. Laut Bautista könnten aber in einen künftigen Many-Core-Chip beispielsweise 42 x86-Kerne, 18 Beschleuniger-Chips für Spezialaufgaben und vier Grafik-Kerne integriert werden.
Wie wiederum Intels Chief Technology Officer Justin Rattner schon kurz umrissen hatte, müssen Betriebssytem und Prozessor gemeinsam entscheiden, welcher der Kerne gerade was zu tun hat. Bisher verlassen sich x86-CPUs alleine auf die Software, welche die Aufgaben verteilt. Nur das inzwischen abgeschaffte, aber mit Nehalem zurückkehrende Hyperthreading konnte Funktionseinheiten selbst Aufgaben zuteilen.
Mit einem Many-Core-Chip soll ein in Hardware ausgeführter "Scheduler" laut Jerry Bautista die Arbeit an die Kerne verteilen können. Diese können sowohl in mehrere Gruppen zusammengefasst werden, aber sich auch als ein einziger Prozessor darstellen. Einen ersten Vorgeschmack auf viele x86-Kerne und deren Arbeitsteilung dürfte 2008 Intels Projekt Larrabee liefern.