Microsoft schließt nächstes Linux-Abkommen

Linspire arbeitet mit Microsoft zusammen

Nun arbeitet Microsoft in Sachen Linux auch mit dem Distributor Linspire zusammen. Anders als bei Novell und Xandros bezieht sich dies jedoch hauptsächlich auf gemeinsame technische Entwicklungen. Linspire-Nutzer bekommen diese aber nur, wenn sie einen Patentvertrag schließen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Microsoft und Linspire wollen gemeinsam vor allem für die bessere Zusammenarbeit zwischen Windows und Linux entwickeln, beziehen sich also vor allem auf die technische Zusammenarbeit. Doch ohne Patentvereinbarung kommt auch das nächste Linux-Abkommen nicht aus. Konkret wird in den Bereichen Office-Dokumente, Instant Messaging und digitale Medien gemeinsame Sache gemacht.

Stellenmarkt
  1. Mobile App Developer for Vibratory Hearing Systems (m/w)
    MED-EL Medical Electronics, Innsbruck (Österreich)
  2. SPS-Programmierer / Automatisierungstechniker (m/w/d)
    SR-Schindler Maschinen-Anlagentechnik GmbH, Regensburg
Detailsuche

So wird sich nun auch Linspire an den Arbeiten für einen Konverter beteiligen, der den Dokumentenaustausch zwischen OpenOffice.org und Microsoft Office sicherstellen soll. Weiter wird Linspire Microsofts RT-Audio-Codec lizenzieren, um einen Sprach-Chat zwischen Pidgin (Ex-Gaim) und Microsofts verschiedenen Instant-Messaging-Clients für den Geschäftseinsatz und dem Windows Live Messenger zu ermöglichen. Darüber hinaus werden künftige Linspire-Versionen Audio- und Video-Codecs für Windows Media 10 enthalten und auch Microsofts TrueType-Schriften werden in die Linux-Distribution aufgenommen.

Die Ergebnisse dieser Arbeit sind jedoch nicht einfach so in der Standard-Linspire-Distribution zu finden. Kunden erhalten sie nur, wenn sie einen Patentvertrag abschließen. Dieser soll den Kunden garantieren, dass sie die in Linspire enthaltenen Techniken legal nutzen können, auch wenn Microsoft-Patente verwendet werden. Laut Linspire-Chef Kevin Carmony ändert sich dadurch nicht der Preis der Distribution, da Linspire die Mehrkosten übernehmen möchte. Die Entscheidung, ob Linspire mit oder ohne Microsoft-Techniken genutzt werden soll, wolle man aber dem Kunden überlassen. Die einzige für jeden Linspire-Nutzer geplante Änderung ist, dass die Distribution den mitgelieferten Browser auf die Windows-Live-Suchmaschine voreinstellen wird.

Linspire ist damit der dritte Linux-Distributor, der nach Xandros und Novell mit den Redmondern zusammenarbeitet. Gerade das Novell-Abkommen schlug große Wellen und provozierte eine Klausel in der GPLv3, die dem Novell-Deal ähnliche Verträge verbietet, sofern sie nach dem 28. März 2007 geschlossen wurden. Die Übereinkunft mit Linspire unterscheidet sich jedoch zumindest dadurch, dass Microsoft Linspire-Nutzern nicht automatisch die Verwendung der eigenen Patente gestattet, sondern diese erst einen extra Vertrag schließen müssen. Inwiefern dies mit der GPLv3 kompatibel ist, wird erst eine Analyse zeigen können, sobald die beiden Unternehmen weitere Details veröffentlichen. Linspires Chef Kevin Carmony ist der Ansicht, dass die Formulierung des Abkommens GPL-kompatibel ist. Zudem bezieht sich der neue Vertrag eher auf den Desktop-Markt, wohingegen Novell und Xandros auch im Server-Bereich mit Microsoft zusammenarbeiten.

Microsoft arbeitet darüber hinaus in einzelnen Gebieten auch mit Firmen wie JBoss, XenSource und Zend zusammen. Mit Linspire stand sich das Softwareunternehmen einst in einem Rechtsstreit gegenüber, was in der Umbenennung von Lindows OS in Linspire resultierte. Außergerichtlich einigten sich die beiden Parteien später, auch den Unternehmensnamen Lindows in Linspire zu ändern. Der Linux-Distributor hatte schon immer proprietäre Codecs und Treiber aufgenommen, um möglichst kompatibel mit der Microsoft-Welt zu sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Clubhouse  
3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft

Die Telefonnummern und Kontakte aller Clubhouse-Konten werden wohl im Darknet angeboten. Nummern werden nach ihrer Wichtigkeit eingestuft.

Clubhouse: 3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft
Artikel
  1. iPhone 12: Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus
    iPhone 12
    Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus

    Ein Youtuber nimmt das Apple Magsafe-Akkupack auseinander. Im Video gibt er einen Einblick in die Technik und die Akkuladung des Produktes.

  2. Teilautonomes Fahren: Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer
    Teilautonomes Fahren
    Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer

    Für insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar will Magna International sein Geschäftsfeld autonome Fahrfunktionen ausbauen und übernimmt Veoneer.

  3. Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
    Elon Musk
    Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

    Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Blubb.blubb 10. Okt 2007

Ja, meine ich auch. So wie es im Moment aussieht, wird das Gegenteil der Fall sein...

AlgorithMan 15. Jun 2007

bei redhat haben sie's auch versucht die haben aber die eier und die moral gehabt, das...

Kugelfisch 14. Jun 2007

Bitte, bitte, bitte nicht füttern! Für den ewig gleichen Copy&Paste-Mist verdient er...

Kugelfisch 14. Jun 2007

IMHO Doch. Zumindest in Europa, solange es hier noch keine Softwarepatente gibt. (Wer...

GarySteveBill 14. Jun 2007

Hätte ich schon Bammel, daß das etwas nicht ganz koscher ist und würde mich mit der...



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% auf Amazon Warehouse • LG 55NANO867NA 573,10€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Amazon: PC-Spiele von EA im Angebot (u. a. FIFA 21 19,99€) • Viewsonic VG2719-2K (WQHD, 99% sRGB) 217,99€ • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /