Apples Safari: Windows-Version wird zum Fiasko

Geschwindigkeitsvergleich lässt Safari alt aussehen

Viele vollmundige Versprechen von Apple-Chef Steve Jobs über die Leistungsfähigkeiten des Safari-Browsers für die Windows-Plattform halten dem Praxisbetrieb nicht stand. Neben dem Bekanntwerden zahlreicher gefährlicher Sicherheitslücken hat vor allem das Rendering von Safari auf der Windows-Plattform noch gewaltige Probleme. Auch die versprochene hohe Geschwindigkeit von Safari widerlegt ein Alltagstest.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Wired-Reporter Michael Calore hat die aktuelle Beta-Version von Safari für Windows gegen den Internet Explorer 7 und Firefox 2 antreten lassen. Er wollte prüfen, ob Safari tatsächlich deutlich schneller als die Browser-Konkurrenz ist. Steve Jobs hat Safari für die Windows-Plattform mit den Worten vorgestellt, dass Apples Browser sowohl Firefox als auch den Internet Explorer in der Geschwindigkeit überflügeln wird.

Im Wired-Test hinterlässt Safari 3 aber keinen glücklichen Eindruck. Immer wieder muss sich Apples Browser im Geschwindigkeitsvergleich mit dem letzten Platz begnügen - mit deutlichem Abstand hinter Internet Explorer und Firefox. Obwohl die Browser nur mit einigen verbreiteten Google-Diensten getestet wurden, wird Jobs' Behauptung in jedem Fall widerlegt, wonach Safari schneller als Firefox und Internet Explorer sein soll.

So dauert das Aufrufen der Anmeldeseite von Gmail alias Google Mail mit dem Internet Explorer 7 und Firefox 2 jeweils 4,3 Sekunden, während die Seite bei Safari erst nach 7,3 Sekunden erscheint. Geschlagene 18 Sekunden muss der Safari-Nutzer warten, bis die E-Mail-Seite von Gmail aufgerufen ist. Hier braucht der Internet Explorer 7 nur 15,3 Sekunden und Firefox 2 sogar nur 14,3 Sekunden.

Nur beim Aufruf von Googles Online-Kalender ist Safari immerhin schneller als der Internet Explorer 7. Apples Browser zeigt die Seite nach 12,8 Sekunden, der Internet Explorer 7 braucht dafür geschlagene 17 Sekunden. Allerdings lässt Firefox 2 auch hier Safari alt aussehen: Der Firefox-Browser zeigt Google Calendar bereits nach 10,7 Sekunden.

Damit wird kurz nach der Vorstellung der Windows-Ausführung von Safari ein weiteres vollmundiges Versprechen von Apple gebrochen. Der Konzern bewirbt Safari mit besonders hoher Sicherheit, was durch das Finden zahlreicher gefährlicher Sicherheitslücken innerhalb weniger Stunden widerlegt wurde. Aber auch die versprochene hohe Geschwindigkeit des Safari-Browsers bestätigt sich durch den Wired-Test nicht.

Auch der Firefox-Entwickler Asa Dotzler bezweifelt, dass Apples Safari-Browser auf der Windows-Plattform schneller agiere als die aktuelle Firefox-Version. Dotzler stellt die Frage in den Raum, ob der von Apple durchgeführte Benchmark zu Gunsten von Safari aufgestellt wurde, da er sich die höhere Geschwindigkeit nicht anders erklären kann. Bei der Nutzung von Safari hat jedenfalls Dotzler immer das Gefühl, dass Apples Browser träger und langsamer reagiere als die aktuelle Firefox-Version.

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eine netter Mensch 23. Okt 2007

Das einzige Fiasko ist hier der angebliche Test. 1. Bestehen die Google-Dienste nicht aus...

draco2111 19. Jun 2007

Google ist aber für Opera eher ein Negativ-Beispiel. Weiß nicht was Google da immer für...

subway.cookie 18. Jun 2007

Richtig. naja, fast. Ich fand Apples Design mal schön, aber inzwischen sieht die GUI...

subway.cookie 18. Jun 2007

Lüge. Googles Startseite ist fast nur noch JS. Und der Ganze Rest von oogle auch. Unter...



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