Dell: Business-Kunden wollen weder DVI noch Virtualisierung

Annahme neuer Technik bei Notebooks recht zögerlich

Was für Consumer-Geräte heute selbstverständlich ist, gehört bei Business-Notebooks noch lange nicht zum Standard. Dies stellte Dells Produkt-Manager für die Latitude-Rechner im Gespräch mit Golem.de klar.

Artikel veröffentlicht am ,

Christoph Kaub ist bei Dell in Europa für die Latitude-Serie und damit Business-Notebooks zuständig. Der Produkt-Manager spricht dabei täglich mit Kunden, die zum Teil auch tausende Geräte auf einmal abnehmen. Bei solchen Aufträgen führen die Käufer stets eigene Evaluierungen durch, testen die Geräte also mit den eigenen Software-Umgebungen oft monatelang, bevor sie dann die Großbestellung aufgeben, Images aufspielen und die Rechner an die Mitarbeiter übergeben.

Inhalt:
  1. Dell: Business-Kunden wollen weder DVI noch Virtualisierung
  2. Dell: Business-Kunden wollen weder DVI noch Virtualisierung

Durch diesen langen Vorlauf steht die Langlebigkeit eines Geräts an erster Stelle, wie Kaub erklärte. Alle Latitude-Notebooks gibt es mindestens 15 Monate lang in unveränderter Konfiguration, so dass sie mit demselben Image bestückt werden können. Da Dell die Geräte erst nach Auftragseingang fertigt ("Built to Order"), kann man sehr genau auf die Wünsche der Kunden eingehen. In den letzten Monaten, so Kaub, wird dabei immer mehr Speicher als Vorbereitung auf Vista verlangt - aber Intels Turbo Memory steht noch bei keinem seiner Kunden im Anforderungskatalog. Da der Zwischenspeicher für schnellere Festplattenzugriffe nur mit Vista funktioniert, was sich bei den professionellen Anwendern gerade in der Test-Phase befindet, bringe er dank des zögerlichen Umstiegs gerade bei Unternehmen noch keinen Vorteil und werde nicht bestellt - außer mit Testgeräten.

Generell scheuten auch Großkunden heute erhöhte Kosten, stellte Kaub fest: "Geiz ist geil gilt auch hier". Deshalb habe Dell auch in der aktuellen Latitude-Generation das Turbo-Memory-Modul nicht auf die Mainboards gelötet, sondern als Steckkarte ausgeführt. Dafür sind aber nur zwei Steckplätze in den Geräten vorhanden, so dass der Flash-Cache nicht in Verbindung mit WLAN und einem UMTS-Modul zu haben ist.

Einen Trend sieht der Dell-Manager aber zu SSD-Modulen, welche die Festplatte durch Flash-Laufwerke ersetzen. Gerade im Außeneinsatz wie beim Betrieb auf Baustellen - Dell bietet mit der ATG-Serie auch leicht gehärtete Notebooks an - sorgen die vibrationsunempfindlichen SSD-Laufwerke für weniger Ausfälle. Die derzeit nur mit 32 GByte, bald aber 64 GByte Speicher von Dell erhältlichen SSDs kosten aber bei vergleichbarer Kapazität 250,- bis 300,- US-Dollar mehr und würden deshalb nicht aus Gründen der Leistung, sondern nur bei erhöhten Robustheitsanforderungen bestellt. Für 2008 erwartet Kaub hier aber einen Boom, da dann durch erhöhte Fertigungskapzitäten bei kleineren Strukturbreiten Flash-Speicher nochmals deutlich billiger werden soll.

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Dell: Business-Kunden wollen weder DVI noch Virtualisierung 
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Der... 14. Jun 2007

Nice to have Wäre mir zu hoch und ich hab lieber maximal 14", aber YMMV Wozu brauchst Du...

MS-Admin 13. Jun 2007

Ich habe gerade ein neues Latitude 820 bekommen, das hat DVI und natürlich nutze ich das...

qp1d 13. Jun 2007

Es geht doch ausschließlich um Geschäfts-Klapprechner. Die von Kunden in erhöhter...

roger 13. Jun 2007

Wir setzen Notebooks für Mitarbeiter im Außeneinsatz ein. Zugegeben, keine Hunderte...

Muaddib 13. Jun 2007

Der 15,4 Zoll sollte dann aber bitte auch ein 4:3 Seitenverhältnis und eine SXGA...



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