"Rome Reborn:" Größte Computersimulation der Welt
Frischers Modell basiert auf alten Karten und Gebäudekatalogen, die detaillierte Angaben zu Apartments, Privathäusern, Gastschenken, Lagergebäuden und Bäckereien liefern. Weiter flossen die Daten der "Plastico di Roma Antica", einem 16 x 17 Meter großen Stadtmodell, das zwischen 1936 und 1974 in Paris konstruiert wurde, mit ein.
Dank Laserscans des heutigen Roms und des Rates von Archäologen konnte ein Expertenteam fast die ganze Stadt innerhalb der 21 km langen Stadtmauer nachbilden. Als Computerprogramm nutzten die Fachleute Standardsoftware, wie sie von Architekten heute zum Planen eines Hauses herangezogen wird. Damit konnten die Forscher um Frischer auch 30 Gebäude samt Innenansicht rekonstruieren, darunter beispielsweise den Senat, die Basilica von Maxentius inklusive Frescos und Wandschmuck oder das Kolosseum.
"Wir können die Leute mit hinunternehmen unter das Kolosseum und ihnen zeigen, wie die Aufzüge funktionierten, die die Tiere aus den unten gelegenen Ställen für die Tierhetzen in die Arena brachten", beschreibt Frischer Details seiner Simulation. Das Model ermöglicht es nun Studenten, Menschen in die Gebäude zu setzen und damit praktische Studien durchzuführen, beispielsweise zu Fragen, wie viele Menschen das Kolosseum fasste, wie die Akustik war oder wie die Belüftung funktionierte.
Das Projekt "Rome Reborn" kostete etwa 1,5 Millionen Euro, die Bauzeit der Simulation betrug rund zehn Jahre.
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