Gewaltvideospiel in der Kathedrale: Kirche feuert gegen Sony
Nigel McCulloch, Bischof von Manchester, gegenüber der BBC(öffnet im neuen Fenster): "Es ist uns unverständlich und in höchstem Maße unverantwortlich, wie ein Weltkonzern wie Sony eine unserer bedeutendsten Kirchen fotorealistisch nachbaut, nur um die Leute damit zu ermuntern, Kämpfe darin abzuhalten."
David Marshall, Sprecher der Kathedrale, will einen Brief mit vier Forderungen an Sony schreiben, wie die BBC weiter berichtet. Erstens soll sich Sony wegen der geschmacklosen Auswahl der Kirche für ein Gewaltspiel entschuldigen. Zweitens drängt die Kirche darauf, dass der Konzern eine große Summe Geld spendet, weil er die Kathedrale als Hintergrund verwendet hat, ohne Lizenzgebühren für die Innenansicht zu bezahlen.
Konkret will die Church of England von Sony Geld für verschiedene Gruppen, die dafür kämpfen, Waffengewalt in Großbritanniens drittgrößter Stadt zu reduzieren. Daneben fordert die Kirche, dass das Spiel entweder komplett vom Markt genommen oder aber die Szene mit der Kirche so verändert wird, dass die Manchester-Kathedrale nicht mehr zu erkennen ist.
Sony hat in einem Statement gegenüber der BBC verkündet, die Bedenken des Bischofs von Manchester zu verstehen und sehr ernst zu nehmen. Sony sei der Ansicht gewesen, alle nötigen Genehmigungen für die bildliche Nutzung der Kathedrale eingeholt zu haben und will nun die Kirchenbehörden kontaktieren, um mehr Details zu erfahren.
Zudem bekräftigt Sony, es handle sich bei dem Spiel eher um ein Science-Fiction-Spiel, bei dem auf Aliens und weniger auf Menschen geschossen werde. Bislang sollen bereits gut eine Million Exemplare des Spiels, das für den Ärger zwischen Kirche und Sony verantwortlich ist, verkauft worden sein.
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