Abo
  • Services:
Anzeige

CCC: Wahlcomputer sind prinzipiell unsicher

Hacker-Club legt Bericht für das Bundesverfassungsgericht vor

Der Chaos Computer Club konnte wieder einmal zeigen, dass die in Deutschland eingesetzten Wahlcomputer einfach zu manipulieren sind. Die Hacker fordern, die Zulassung der Computer für deutsche Wahlen schnellstmöglich zu widerrufen, um nicht auf diesem Weg Wahlmanipulationen zu erleichtern.

In einem umfassenden Bericht für das Bundesverfassungsgericht hat der Chaos Computer Club Wahlcomputer der Firma NEDAP getestet. Die Analyse widerlegt die vom Bundesinnenministerium und dem Hersteller aufgestellten Behauptungen über die Sicherheit des Systems, so der Hacker-Club. Im Rahmen der Untersuchungen habe man Angriffe zeigen können, die in der Praxis eine einfache und nicht entdeckbare Wahlfälschung ermöglichen.

Anzeige

Die Analyse des CCC in Kooperation mit der niederländischen Stiftung "Wir vertrauen Wahlcomputern nicht" soll zeigen, dass die auf dem Wahlcomputer verwendete Software zum Zählen der Wählerstimmen problemlos manipulierbar ist. Auch die Konfigurations- und Auswertungssoftware, mit der die Wahlen vorbereitet und die Stimmen aus den Wahllokalen aufsummiert werden, kann in der Praxis in einfacher Weise angegriffen werden. Verborgene Manipulationen an der Hardware mit dem Ziel einer Wahlfälschung sind ebenso einfach durchführbar.

Durch Beobachtungen bei deutschen Wahlen in den letzten acht Monaten wurden die Ergebnisse der technischen Untersuchung in der Praxis überprüft. Auch für die Bundestagswahl 2005 lassen sich eventuelle Manipulationen nicht mit Sicherheit ausschließen. Nach Ansicht des CCC gibt es in der Praxis keinen effektiven Schutz gegen eine Manipulation der Stimmen bei Computerwahlen.

Weder die Zulassungs- und Prüfverfahren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt noch die bei den Wahlen durchgeführten Testprozeduren würden es erlauben, die gezeigten Manipulationen aufzudecken: "NEDAP-Wahlcomputer genügen damit den gesetzlichen Anforderungen in Deutschland in keiner Weise", meint der CCC.

Dabei sehen die Hacker prinzipiell gravierende Schwierigkeiten bei der Verwendung von Wahlcomputern, unabhängig von Hersteller und Bauart. Keine der Manipulationsmöglichkeiten könne auf technischem Wege mit ausreichender Zuverlässigkeit verhindert werden. Nach Ansicht des CCC sind computerisierte Wahlen "im Gegensatz zum traditionellen Wahlverfahren [...] für den Wähler weder nachvollziehbar noch überprüfbar." Die Hacker plädieren dafür, auch künftig beim nachvollziehbaren und bewährten Wahlverfahren mit Papier und Stift zu bleiben.


eye home zur Startseite
my2cent 12. Jun 2007

Zitat: Zugegeben, wir reden hier über Zeiträume von Tagen oder Wochen und wir reden hier...

LC 12. Jun 2007

Ja, der Mensch ist (mathematisch gesehen) unberechenbar und unzuverlässig. Und genau das...

Der Andere 12. Jun 2007

Gegenfrage: Was ist jetzt illegaler? Die Umgehung der Sicherheitsmassnahmen, oder die...

AlgorithMan 11. Jun 2007

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Diktatur#Merkmale_einer_Diktatur In demokratischen...

AlgorithMan 11. Jun 2007

das ist auch mit quittung manipulierbar siehe http://www.youtube.com/watch?v=aZws98jw67g


Mein kleines Tagebuch / 11. Jun 2007



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Experis GmbH, Berlin
  2. Dataport, Hamburg
  3. SICK AG, Reute bei Freiburg im Breisgau
  4. MöllerTech International GmbH, Bielefeld


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 13,98€ + 5,00€ Versand
  3. (u. a. The Revenant, Batman v Superman, James Bond Spectre, Legend of Tarzan)

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

  1. Re: Passwort-Manager als Abo!?

    picaschaf | 23:37

  2. Re: Gutes Konzept... schrottiges OS, und dann 4000¤

    unbuntu | 23:28

  3. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    unbuntu | 23:23

  4. Re: Grafikbox so gross wie PC?

    ecv | 23:22

  5. Nachtrag zur Haltbarkeit

    as (Golem.de) | 23:13


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel