• IT-Karriere:
  • Services:

WiTricity - Drahtlose Stromversorgung gezeigt

60-Watt-Glühlampe drahtlos über zwei Meter mit Strom versorgt

Vieles funktioniert heute drahtlos, nur die Stromversorgung spielt hier noch nicht mit, irgendwann muss der Akku per Kabel ans Stromnetz. Doch das wollen einige Forscher am MIT ändern und verkündeten nun einen ersten Erfolg: Sie brachten mit ihrer "WiTricity" getauften Technik eine 60-Watt-Glühlampe drahtlos zum Leuchten.

Artikel veröffentlicht am ,

Zusammen mit Andre Kurs, Aristeidis Karalis, Robert Moffatt, Prof. Peter Fisher und Prof. John Joannopoulos arbeitet Prof. Marin Soljacic an einer drahtlosen Stromübertragung, um Notebooks aufzuladen und ganze Häuser mit einer drahtlosen Stromversorgung abzudecken.

Stellenmarkt
  1. Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover
  2. Universität Potsdam, Potsdam

Die Erkenntnis, dass sich Energie auch ohne Kabel übertragen lässt, ist nicht neu, entsprechende Beispiele finden sich schon heute in normalen Haushalten, seien es Elektromotoren, Induktionsherde oder die elektrische Zahnbürste, die ohne direkte Verbindung geladen wird.

Das Team um Marin Soljacic nutzt eine magnetisch gekoppelte Resonanz, um die Energie effizient zu übertragen, ohne andere Objekte mit einer anderen Resonanzfrequenz dabei zu beeinflussen. Ein Transmitter erzeugt dazu ein elektromagnetisches Feld, um Geräte mit Energie zu versorgen. Diese müssen speziell dafür ausgelegt sein und mit dem Feld "mitschwingen". Das Ganze nennen sie "WiTricity".

Marin Soljacic (links), Aristeidis Karalis, John Joannopoulos (rechts), [Quelle: MIT/Donna Coveney]
Marin Soljacic (links), Aristeidis Karalis, John Joannopoulos (rechts), [Quelle: MIT/Donna Coveney]

Dabei bewegen sich die Wissenschaftler zwar in einem Bereich der Physik, deren Gesetze recht gut bekannt sind, der Teufel stecke bei dieser Anwendung aber im Detail, so Soljacic. Es waren einige theoretische Berechnungen und Computersimulationen notwendig, um herauszufinden, wie das Ganze funktionieren könnte.

Dabei entstand letztendlich ein Design, das Energie ohne Strahlung über eine begrenzte Entfernung übertragen kann, abhängig von der Größe der Objekte. Je kleiner ein Empfänger, desto kürzer auch die Reichweite des Systems. Nun konnten sie eine 60-Watt-Glühlampe zum Leuchten bringen, wobei die Energiequelle gut zwei Meter entfernt stand, ohne dass es eine drahtgebundene Verbindung zwischen Stromquelle und Glühlampe gab.

Das Team um Soljacic geht aber davon aus, dass sich ein Notebook über eine Entfernung von einigen Metern so mit Strom versorgen lässt. Platziert man in jedem Raum einen Sender, so soll sich eine drahtlose Stromversorgung realisieren lassen, die ganze Häuser abdeckt.

Ihre Arbeiten haben Marin Soljacic und seine Kollegen am 7. Juni 2007 im Magazin Science Express veröffentlicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Physiker 15. Apr 2010

Und wenn du die Wellenlänge der Röntgenstrahlung in die von sichtbares Licht...

Metzlor 15. Apr 2010

he ihr beiden, ich bin Metzlor - schon seit meiner Geburt, also verzieht euch!!!

Metzlor 10. Okt 2007

Und wenn das Ding ausser Reichweite von WiTricity ist fällt es dir auf dem Kopf. Ist...

Philipp123 13. Jun 2007

Das gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. Nennt sich Trafo. http://de.wikipedia.org...

Physikant 10. Jun 2007

Starke Kopplung von Oszillatoren im Nahfeld ist auch etwas was jeder in der Grundschule...


Folgen Sie uns
       


Die Entstehung von Unix (Golem Geschichte)

Zwei Programmierer entwarfen nahezu im Alleingang eines der wichtigsten Betriebssysteme.

Die Entstehung von Unix (Golem Geschichte) Video aufrufen
Hildmann, Naidoo, Identitäre: Warum Telegram bei Rechten so beliebt ist
Hildmann, Naidoo, Identitäre
Warum Telegram bei Rechten so beliebt ist

Wer auf Telegram hetzt, den Holocaust leugnet oder Verschwörungsideologien verbreitet, muss nicht befürchten, dass seine Beiträge gelöscht werden. Auch große Gruppen fallen dort nicht unters NetzDG, die Strafverfolgung ist schwierig.
Ein Bericht von Stefan Krempl


    Norbert Röttgen: Kandidat für CDU-Vorsitz streut alternative Fakten zu 5G
    Norbert Röttgen
    Kandidat für CDU-Vorsitz streut alternative Fakten zu 5G

    In der explosiven Situation zwischen den USA und China zündelt Norbert Röttgen, CDU-Politiker mit Aspirationen auf den Parteivorsitz und die Kanzlerschaft, mit unrichtigen Aussagen zu 5G und Huawei.
    Eine Analyse von Achim Sawall

    1. Handelskrieg Australiens Regierung greift Huawei wegen Rechenzentrum an
    2. 5G Verbot von Huawei in Deutschland praktisch ausgeschlossen
    3. Smartphone Huawei gehen die SoCs aus

    Elektromobilität: Ein Schiff, angetrieben durch die Kraft der Wellen
    Elektromobilität
    Ein Schiff, angetrieben durch die Kraft der Wellen

    Ein philippinischer Schiffbauer hat ein elektrisch angetriebenes Schiff entworfen, das den Strom für die Maschine selbst erzeugt.

    1. Elektromobilität Neues Elektroschiff für Fahrten durch norwegische Fjorde
    2. Autonomes Schiff IBM testet KI-Kapitän für autonome Mayflower
    3. Induktives Laden Elektrofähre in Norwegen lädt drahtlos

      •  /