Berlin mag .berlin (noch) nicht
Eine Top-Level-Domain (TLD) werde vom Berliner Senat nicht unterstützt, zitiert die Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) den Senatssprecher Michael Donnermeyer. Dieser habe ".berlin" nach einer Expertenanhörung im Medienausschuss des Abgeordnetenhauses eine klare Absage erteilt.
Grund der Ablehnung sei, dass eine Genehmigung der Hauptstadt, den Namen ".berlin" zu nutzen, auch eine Mitverantwortung für Inhalte mit sich bringe. Diese lehnt der rot-rote Senat ab, der Staat bzw. hier die Stadt müsse neutral bleiben. Zudem wird das Stadtportal berlin.de angeführt, dem man keine Konkurrenz machen wolle.
Noch scheint das letzte Wort aber nicht gesprochen: Laut Berliner Zeitung befürwortet die Berliner CDU die Idee und auf Bundesebene macht sich auch die SPD für entsprechende Top-Level-Domains stark.
Hinter ".berlin" steckt Dirk Krischenowski mit seiner Initiative "dotBerlin". Er führt die Namensknappheit bei .de-Domains an, weshalb regionale Firmen und Privatleute oft auf einen Namen mit beispielsweise einem "-berlin-Anhang" ausweichen müssten. Neben Berlin gibt es auch in New York eine ähnliche Initiative für ".nyc" und in Paris macht sich eine Gruppe für ".paris" stark.
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