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Erster Entwurf der Affero GPLv3

Lizenztext enthält gegenüber GPLv3 einen zusätzlichen Absatz. Nach mehreren Entwürfen der GNU General Public License in der Version 3 (GPLv3) hat die Free Software Foundation (FSF) nun auch die darauf aufbauende Affero GPL in der Version 3 als Entwurf veröffentlicht. Diese enthält eine zusätzliche Regelung in Bezug auf Software, die über ein Netzwerk genutzt wird.
/ Julius Stiebert
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Die Affero GPL (AGPL) wurde ursprünglich entwickelt, damit jeder den Quelltext von Webapplikationen erhalten und so selbst verbessern kann. Dafür handelte es sich um eine leicht erweiterte Fassung der GPLv2. Der nun veröffentlichte erste Entwurf der AGPLv3(öffnet im neuen Fenster) unterscheidet sich ebenso von der GPLv3 nur durch den ersten Absatz von Punkt 13. Dieser legt fest, dass bei Software, die über ein Netzwerk genutzt wird – also beispielsweise Webanwendungen -, eine Möglichkeit bestehen muss, den Quelltext kostenlos von einem Server herunterladen zu können.

Ansonsten ist die AGPLv3 identisch mit der GPLv3 und umfasst so dieselben Änderungen in Bezug auf Internationalisierung, Softwarepatente, DRM und Ähnliches. Zudem ist sie daher auch kompatibel mit der Apache-Lizenz 2.0. Wie auch die anderen GPL-Entwürfe steht die AGPLv3 ab sofort zur Diskussion. Allerdings gibt es auf Grund technischer Probleme noch kein Kommentarsystem – dieses soll aber bald verfügbar sein.

Näheres zu den Änderungen an der GPLv3 und LGPL erläutert FSF-Justiziar Eben Moglen im Video-Interview bei Golem.de. Die fertige Fassung der GPLv3 soll am 29. Juni 2007 fertig sein, der aktuelle Entwurf steht derzeit noch zur Diskussion.


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