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Linspire: Die GPLv3 wird Linux isolieren

Kevin Carmony kritisiert aktuellen Entwurf. Der Chef des Linux-Distributors Linspire, Kevin Carmony, hat in einem offenen Brief den aktuellen Entwurf der GPLv3 kritisiert. Bestimmungen zu Softwarepatenten, DRM und Ähnlichem würden die Wahlfreiheit einschränken und eine größere Verbreitung von Linux auf Desktop-Systemen verhindern.
/ Julius Stiebert
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Mit der GNU General Public License v3 (GPLv3) sprechen die Lizenzgestalter der Free Software Foundation (FSF) explizit Themen wie digitale Rechteverwaltung (DRM) und Softwarepatente an. Carmony sieht dadurch Einschränkungen für Linux-Distributoren gegeben, die GPL-Software mit proprietären Komponenten verknüpfen wollen. Doch dies sei wichtig, da Linux-Nutzer danach verlangen würden, so Carmony in seinem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) weiter.

Vor allem in Bezug auf die Wiedergabe von Medien und auch die Nutzung von Geräten wie iPods und bestimmter Hardware würde dies Probleme für die Distributoren mit sich bringen. Dies würde letztlich zu einer Isolation von Linux führen und damit auch dazu, dass Linux keinen höheren Marktanteil bei Desktop-Rechnern erzielen könne. Mit seinem endgültigen Urteil will Carmony zwar bis zur endgültigen Fassung warten. Er bittet aber darum, dass die möglichen Konsequenzen nochmals überdacht werden.


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