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Peer-to-Peer-Fernsehen Babelgum in der offenen Beta

Zugang nur per Freischaltung, Glück oder Einladung durch Freunde. Wie Joost ist auch Babelgum ein Peer-to-Peer-Dienst, der eine effiziente Art der Verbreitung von Fernsehsendungen per Internet verspricht. Babelgum ist nun ebenfalls in einer offenen oder eher halboffenen Beta-Phase und lädt Interessierte zum Ausprobieren ein – wer rein will, muss aber schnell sein oder sich von einen anderen Babelgum-Nutzer einladen lassen.
/ Christian Klaß
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Für den Zugang zum Beta-Client von Babelgum stellt der Betreiber Babel Networks jeden Tag nur ein begrenztes Kontingent an Downloads zur Verfügung – Betatester können aber ihrerseits unbegrenzt Einladungen aussprechen. Damit soll das Wachstum des Peer-to-Peer-Systems wenigstens etwas kontrollierter erfolgen. Beim Konkurrenten Joost wird sehr ähnlich vorgegangen, wobei die künstliche Verknappung sicher auch ein Mittel ist, um Interesse zu schüren.

Eigentlich sollte die Babelgum-Beta schon früher starten, doch laut den Entwicklern wurde der Code stark umgeschrieben, um die Leistung zu verbessern und neue Funktionen hinzuzufügen. Zudem soll das Video-Angebot vergrößert worden sein. Live-TV – wie etwa bei Zattoo(öffnet im neuen Fenster) – gibt es aber weiterhin nicht, stattdessen kann sich der Nutzer aus dem Angebot sein Programm selbst zusammenstellen. Weitere Inhalte sollen in den nächsten paar Wochen folgen.

Sobald die Infrastruktur getestet ist, will das Babelgum-Team den Client allen zur Verfügung stellen. Finanzieren soll sich der Dienst wie auch Joost durch Werbeeinblendungen – Videos und Client werden hingegen kostenlos bleiben. Im Unterschied zum normalen Fernsehen soll Werbung besser auf den jeweiligen Zuschauer ausgerichtet werden können, verspricht Babelgum Networks – Inhalteanbieter werden an den Einnahmen zur Hälfte beteiligt.

Ob Babelgum, Joost, Zattoo oder ein anderer IPTV- oder Video-on-Demand-Dienst, für Europäer dürfte das Angebot zum Start deutlich geringer sein als etwa in den USA. Da es seitens der Fernsehsender oder Lizenzgeber nicht gerne gesehen ist, dass Inhalte über Ländergrenzen hinweg gesehen werden können, wird in der Regel der Zugriff beschränkt. Wer ungehindert US-Fernsehserien schauen will, wird vermutlich eher enttäuscht.


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