Google kauft Multi-Core-Spezialisten PeakStream
Offiziell gibt es keine Ankündigung, die Webseiten von PeakStream sind aus dem Netz verschwunden. The Register meldet(öffnet im neuen Fenster), Google habe das Unternehmen übernommen. Gegenüber dem Wall Street Journal hat Google die Übernahme mit knappen Worten bestätigt, finanzielle Details wurden nicht bekannt.
Das erst 2005 gegründete Unternehmen konnte rund 17 Millionen US-Dollar an Risiko-Kapital einsammeln. Die bislang für Linux und Windows angebotene Software von PeakStream erlaubt es, Multi-Core-Prozessoren besser auszunutzen und Grafikchips zur Leistungssteigerung heranzuziehen. Google könnte mit der Software das Potenzial seiner vorhandenen Hardware besser ausnutzen, setzt der Suchmaschinen-Anbieter doch auf selbstgebaute x86-Server.
PeakStreams Methode nennt sich "Stream Programming" und wurde an der Stanford-Universität entwickelt. Die Idee dahinter besteht in der Parallelisierung von Daten, nicht nur des eigentlichen Programmcodes. Die Datensätze werden dabei in "Streams" aufgeteilt, deren Speicherbelegung für den Programmierer transparent ist. Ein Stream-System kümmert sich also selbst um die Verwaltung des Speichers, die Hardware kann parallel mit mehreren Streams rechnen. Für diese Transparenz ist zwischen Betriebssystem und Anwendung eine Softwareschicht notwendig, welche die Aufgaben an die Hardware verteilt. Ein Stream-Programm soll dabei unabhängig von verschiedenen Prozessoren arbeiten.
Hinter PeakStream stecken zudem bekannte Köpfe, denn gegründet wurde das Unternehmen durch den Stanford-Professor Pat Hanrahan und Matt Papakipos, der die Entwicklung von Nvidias GeForce-6-Serie leitete. CEO des Unternehmens war bislang Neil Knox, der einst Suns x86- und Spar-Server-Sparte leitete.
Ob PeakStreams Produkte künftig nur noch Google dienen oder auch weiterhin verkauft werden sollen, ist derzeit unklar.
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