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Computex: Neuer Formfaktor DTX kommt in Schwung

Etliche taiwanische Hersteller zeigen neuartige Mainboards und Gehäuse. AMDs im Januar 2007 vorgestellter Formfaktor DTX findet allmählich Unterstützung. Auf der Computex in Taipeh zeigen namhafte Mainboard-Entwickler neue Boards, auch entsprechende Gehäuse wollen manche Hersteller bald ins Programm nehmen.
/ Nico Ernst
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Anders als Intels noch immer wenig beliebtes BTX hat AMD mit DTX der PC-Industrie viele Freiheiten gelassen, unter anderem ist die Position oder das bloße Vorhandensein eines zentralen Kühlelements für CPU, Speicher, Spannungswandler und Grafikkarte wie bei BTX nicht vorgeschrieben. DTX soll den ersten Ankündigungen zufolge vor allem für kleinere PCs sorgen, die aber nicht nur als Media-Center, sondern auch als Desktop-Rechner interessant sein könnten.

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In Taipeh gab AMD nun die Liste der Hersteller bekannt, die aktiv an DTX-Geräten arbeiten. Wie AMD die Firmen dabei unterstützt hat, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Besonders eng hat man mit Gigabyte zusammengearbeitet, die ihren schon bekannten Media-Server mit dem "Churchill"-Mainboard in Taiwan erneut zeigen. Mit Asus, Foxconn und MSI sind weitere Mainboard-Schwergewichte für den neuen Formfaktor gewonnen, von MSI soll beispielsweise ein Board auf Basis des 690G-Chipsatzes kommen.

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Noch interessanter sind die Entwicklungen bei den Gehäuseherstellern, hier konnte AMD Firmen wie Chenbro, Tagan und Thermaltake von DTX überzeugen. Die Designs reichen vom Media-Center-PC mit 43 Zentimeter Breite für das HiFi-Rack (Thermaltake) bis zum Desktop-Rechner mit einem Gehäusevolumen von nur 7 Litern, wie ihn Iwin entwickelt hat.

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Dabei ist zu beachten, dass die taiwanischen Blechbieger ihre PC-Ummantelungen für DTX nicht unbedingt neu entwickeln müssen: DTX-Boards passen in ATX-Gehäuse, wobei dann aber viel Luft bleibt. In der Ausführung als "mini DTX" lassen sich die neuen Boards auch in Gehäuse einbauen, die für Vias mini-ITX-Boards gestaltet wurden.

Es ist zu erwarten, dass die Mehrzahl der DTX-Geräte sich nicht so schnell im Einzelhandel finden wird. Viele Hersteller konzentrieren sich zunächst auf das OEM-Geschäft, liefern also Boards und Gehäuse an PC-Hersteller, welche die Komponenten dann unter eigenem Namen als Komplettsysteme anbieten.


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