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Musikindustrie bemüht sich um "Aufklärung" über Piraterie

Kein Anzeichen für Strategiewechsel

Der Dachverband der internationalen Musikindustrie, die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), hat Ende Mai auf seiner Website "zehn unbequeme Wahrheiten" zum Thema Musikpiraterie veröffentlicht. Diese zielen darauf ab, auf Hintergründe hinzuweisen, die in der Debatte zu wenig Beachtung finden. Dabei werden zum Teil altbekannte Stereotypen wiederholt. Mangels Quellenangaben lässt sich über den tatsächlichen Gehalt mancher Thesen kein Urteil fällen.

Den Reigen der insgesamt zehn Thesen eröffnet die Aussage, dass der nach eigener Aussage der Betreiber "weltgrößte Bittorent-Tracker", The Pirate Bay, auf der einen Seite für "kostenlose Musik" eintreten, auf der anderen Seite aber "tausende Euros durch Werbung auf seiner Website" verdienen würde.

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Eine andere These stellt zum wiederholten Mal die Behauptung auf, das organisierte Verbrechen und terroristische Vereinigungen würden den Handel mit gefälschten CDs dazu nutzen, Geld zu waschen und ihre Aktivitäten zu finanzieren. Durch die Einnahmeverluste - und hier wird nicht zwischen nicht kommerziellen und kommerziellen unerlaubten Vervielfältigungen unterschieden, würden, so eine weitere These, den Musikunternehmen die Mittel fehlen, in "Untergrund-Künstler" zu investieren. Stattdessen würde man auf die sichere Bank und Verträge mit Musikern aus Casting-Shows wie American Idol setzen. Deren Gegenstück bildet hier zu Lande die Show "Deutschland sucht den Superstar".

Die undifferenzierte Gleichsetzung von nicht kommerzieller und kommerzieller unerlaubter Vervielfältigung, die von der IFPI hier stillschweigend vorgenommen wird, und die Erwähnung einer Verbindung zu organisiertem Verbrechen und Terrorismus ist alles andere als unproblematisch. So wird nahe gelegt, dass Filesharer dazu beitragen würden, terroristische Strukturen zu unterstützen. Dass das allein deswegen äußerst unwahrscheinlich ist, weil die Gewinne aus der kostenlosen Verbreitung unerlaubter Kopien von Musikstücken beim P2P-Filesharing gegen null gehen dürften, wird nicht thematisiert. Es wird auch nicht thematisiert, inwieweit die nicht kommerzielle Verbreitung die illegale kommerzielle Verbreitung untergräbt und somit möglicherweise sogar dazu beiträgt, die Finanzierungsstrukturen von organisiertem Verbrechen und terroristischen Vereinigungen zu schwächen.

Schließlich wird die These aufgestellt, dass "die Anti-Copyright-Bewegung keine Jobs schafft, keine Exporte, keine Steuereinnahmen und kein Wirtschaftswachstum". Was dabei die "Anti-Copyright-Bewegung" sein soll, wird so erläutert: "Das sind überwiegend Leute, die über eine kommerzielle Welt dozieren, über die sie wenig wissen." Man darf spekulieren, auf wen das gemünzt ist. [Robert A. Gehring]


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dürri 13. Jan 2011

jetzt sind alle parts down :(

Pett 24. Jan 2009

Guten tag, Vielen Dank fur den Link, hat lange gesucht, jetzt heruntergeladen Thanks Pett

Graf Porno 14. Jun 2007

Bei mir ging es nie um AllOfMP3! Die Hehlerbude ist mir nämlich total egal. :-P

sf (Golem.de) 05. Jun 2007

Ist nun korrigert - Vielen Dank für den Hinweis!

Fab 5 Freddie 05. Jun 2007

'5. Reduced revenues for record companies mean less money available to take a risk on...


stohl.de / 05. Jun 2007

Musikindustrie bleibt hart



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