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Microsoft schließt weitere Linux-Abkommen

Nach Novell setzt auch Xandros auf eine Zusammenarbeit mit Microsoft. Nach der umstrittenen Partnerschaft mit Novell hat Microsoft nun einen zweiten Partner in Sachen Linux vorgestellt: Xandros. Auch mit Xandros, die einst das Debian-basierte Corel-Linux übernahmen, schließt Microsoft unter anderem ein Patentabkommen, was die kommende GPLv3 explizit untersagt.
/ Jens Ihlenfeld
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Für Microsoft ist die Zusammenarbeit mit Xandros ein weiterer Schritt in der Annäherung an Linux und Open Source. Dazu zählt Microsoft neben dem Abkommen mit Novell unter anderem auch Kooperationen mit JBoss, XenSource und Zend. Im Linux-Lager hat aber vor allem das Abkommen mit Novell hohe Wellen geschlagen, erlaubt Microsoft in diesem Zusammenhang doch Nutzern von Suse Linux die Verwendung der eigenen Patente, schließt aber andere Linux-Nutzer aus.

Dies führte nicht nur dazu, dass einige prominente Entwickler Novell den Rücken kehrten, auch die kommende GPLv3 wurde in ihrem letzten Entwurf so angepasst, dass entsprechende Abkommen explizit untersagt werden. In der aktuellen Fassung wird Firmen, die nach dem 28. März 2007 solche Abkommen schließen, die Verbreitung von unter der GPLv3 lizenzierter Software untersagt.

Dennoch umfasst die Zusammenarbeit von Microsoft und Xandros ebenfalls ein Abkommen in Bezug auf Patente, bei dem Xandros' Nutzer von möglichen Verletzungen von Microsofts Patenten freigestellt werden. Darüber hinaus wollen die Unternehmen in Sachen System-Management, Server-Interoperabilität, der Kompatibilität von Office-Dokumente und bei Marketing und Vertrieb zusammenarbeiten. Das Xandros-Abkommen klingt der gemeinsamen Ankündigung von Novell und Microsoft sehr ähnlich.


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