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Golem.de: Worin liegen die größten Änderungen bei der LGPL?

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Moglen: Die LGPL wird in ihrer Funktionsweise nicht fundamental verändert. Was sich ändert, ist vor allem die Architektur ihrer Gestaltung. Ihr Verhalten ändert sich nicht, aber die Art und Weise, in der sie geschrieben ist. Die LGPL besteht letztendlich aus der GPL ergänzt um ein zusätzliches Recht, LGPL genannt. Damit wird die Architektur klarer: Es gibt eine Basislizenz, die GPLv3, und die zusätzliche Erlaubnis LGPL, die eine Verlinkung mit zusätzlicher Software erlaubt. Sie sind verschachtelt, eine in der anderen. Dies wird sich als eine mächtige Architektur herausstellen, denn die LGPL ist eine Art GPL-Erweiterung, neben der es weitere Arten von GPL-Erweiterungen mit ähnlich großen Auswirkungen geben könnte.

Golem.de: Halten sie die LGPL für ähnlich wichtig wie die GPL? Es gab zwar viele Diskussionen über die GPLv3, über die LGPL sprach aber kaum jemand.

Moglen: Da wir ihr Verhalten nicht verändern, gibt das weniger zu diskutieren. Diejenigen, die sich in die Architektur-Diskussion einbringen wollten, haben dies getan. Ich glaube, sie mochten die Architektur weitgehend. Da wir aber versucht haben, bei der Änderungen der Gestaltung das Verhalten nicht zu ändern, gab es weniger Gesprächsbedarf. Es gab aber einige scharfsinnige und nützliche Kommentare zur LGPL.

 

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Golem.de: Seit dem dritten Entwurf widmet sich die GPLv3 auch der Zusammenarbeit von Novell und Microsoft. Wie wichtig ist es, solche Vereinbarungen in Zukunft zu verhindern?

Moglen: Mein Klient, die Free Software Foundation, hält es für sehr wichtig, solche Abkommen zu verhindern. Sie glauben, dass Vereinbarungen mit Inhabern gesetzlich verankerter Monopole wie Softwarepatenten dazu führen können, dass freie Software zu proprietärer Software wird. Ohne Patentlizenz geht nichts und eine solche Patentlizenz ist zu freien Bedingungen nicht zu bekommen. In diesem generellen theoretischen Zusammenhang ist es wichtig, solche Vereinbarungen zu verhindern.

Meiner Meinung nach ist es aber wichtiger, zu verhindern, dass ein Schutzangebot diskriminierend angeboten wird, als solch ein Abkommen zu verhindern. Statt das Abkommen zu untersagen, würde ich eher dafür sorgen, dass, wer ein solches Abkommen schließt, seine Patentlizenzen an alle vergibt, nicht nur einige wenige - so wie es die GPLv3 in einem Punkt tut. Es geht darum, die Verteidigung zu stärken.

Ein Weg, dieses zu tun, ist das Verbot von Verrat, das stärkt sicherlich die Verteidigung, aber nicht so stark wie die Schaffung einer besseren Verteidigung. Wen man jemandem droht, ihn zu erschießen, sollte er Verrat begehen, wird dies sicher einige davon abhalten, ihr Land zu verraten. Es ist aber wichtiger, eine gute militärische Landesverteidigung zu haben als Hochverrat zu verbieten.

Ich denke, es ist wichtig, solche Abkommen aufzuhalten, der Aufbau einer Verteidigung gegen den eigentlichen Angreifer ist aber viel wichtiger. Novell war hier nicht der Angreifer, sondern verhielt sich wie ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen, das Geld benötigt. Sie versuchten, von überallher Geld zu bekommen und die einzige Quelle für das benötigte Geld war ein Feind. Manche werden meinen, sie hätten die Pflicht, auf das Geld zu verzichten und den Laden dichtzumachen. Ich lebe aber in der Realität und mich interessiert die Frage, wie wir ein Verteidigungssystem verbessern können, das ob der kommerziellen Unzufriedenheit oder des Missgeschicks eines Einzelnen durchdrungen werden kann. Offenbar ist unser Verteidigungssystem noch nicht stark genug und wir müssen daran arbeiten, es zu verbessern.

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BenR 24. Jul 2007

Deine Prämisse ist falsch, was das Wörtchen "free" betrifft. Gemeint ist - nach dem alten...

c++fan 12. Jun 2007

Genau das habe ich auch gerade gedacht...

Der_Pisher_aus_... 12. Jun 2007

Wenn Dir das egal ist, wer mit Deinen persönlichen Daten etwas anstellt, erfahrungsgmä...

cruppstahl 05. Jun 2007

Sind hier auch Entwickler? Wer hat ein GPL 2-Projekt und steigt auf GPL 3 um? Ich...



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